Leipziger Buchmesse : Das bringt der Tag auf der Bücherschau

Optimistisch blickt die Buchbranche in die Zukunft. Die Leipziger Buchmesse läutet den Bücherfrühling ein. Das sind die Highlights des ersten Messetages.

Tag 1 auf der Buchmesse.
Tag 1 auf der Buchmesse.Foto: dpa

Die Leipziger Buchmesse öffnet heute ihre Tore. Auf dem Frühlingstreff der Buchbranche präsentieren sich mehr als 2200 Aussteller. Anders als die Frankfurter Buchmesse ist die Leipziger Bücherschau an allen Tagen für das Publikum geöffnet. Highlights des ersten Messetages:

Buchpreis

Der renommierte Preis der Leipziger Buchmesse wird verliehen (16.00). Es gibt ihn in drei Kategorien, die mit jeweils 15 000 Euro dotiert sind: Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Am stärksten beachtet wird die Sparte Belletristik. Fünf Autorinnen und Autoren sind nominiert: Ursula Ackrill mit ihrem Debütroman „Zeiden im Januar“, Teresa Präauer („Johnny und Jean“), Norbert Scheuer („Die Sprache der Vögel“), Michael Wildenhain („Das Lächeln der Alligatoren“) und erstmals ein Lyriker: Jan Wagner mit „Regentonnenvariationen“.

Preis der Leipziger Buchmesse: Die Nominierungen
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12.03.2015 10:47Jan Wagner: „Regentonnenvariationen“.

Autoren und Leser

Bei Lesungen und Gesprächen können Besucher ihre Lieblingsautoren persönlich treffen und ihnen zuhören. Bekannte Namen sind zu finden, aber auch Debütanten. Eine kleine Auswahl: Hans Joachim Schädlich („Narrenleben“), Jan Weiler („Kühn hat zu tun“), Katja Kraus („Freundschaft“), Marica Bodrožić („Grenzgänger“), Julia Wolf („Alles ist jetzt“), Pavel Kohout („Tango mortale“), Martin Suter („Montecristo“). Ex-SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stellt sein neues Buch „Vertagte Zukunft“ vor, TV-Literaturkritiker Denis Scheck präsentiert „Best of druckfrisch“. Beim Lesefest „Leipzig liest“ geht es am Abend an zahlreichen Orten überall in der Stadt weiter.

Deutschland und Israel

50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Deutschland - das macht die Leipziger diesmal zu ihrem Schwerpunkt. Zahlreiche Schriftsteller aus Israel werden zu Lesungen und Gesprächen erwartet, darunter Hila Blum, Dan Diner, Lizzie Doron, Meir Shalev, der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, und der Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, Amos Oz, der sein neues Buch „Judas“ vorstellt. Eine Ausstellung zeigt „Comics in Israel“.

Schöne digitale Welt

„Wir sind elektrisch! Die neuen E-Book-Verlage zwischen Hype und Hoffnung“ heißt eine Diskussionsrunde mit Autoren und E-Book-Pionieren (14.30). Sie sprechen darüber, wie sich im digitalen Raum mit Literatur arbeiten lässt.

Ministerin

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wird am Nachmittag (14.20) zu einem Messerundgang erwartet. Sie will unter anderem die Verlage S. Fischer, Hanser und Rowohlt besuchen, außerdem das „Leseforum Israel“ und den Berliner Kleinverlag J. Frank.

Und was ist neu?

Die Buchmesse räumt Literaturbloggern größere Aufmerksamkeit ein: Ihnen steht erstmals eine eigene Lounge zur Verfügung. Ebenfalls eine Premiere ist das Forum „Die Unabhängigen“ - konzernunabhängige Verlage präsentieren dort ihre Neuerscheinungen.

Übersetzer stehen oft im Schatten der Autoren - um sie mehr in den Fokus zu rücken, gibt es das erste Übersetzerzentrum. (dpa)

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