Leserjury : Ponylos

Tagesspiegel-Leserjurorin Birgit Wohlsperger, 61, war schon als Baby im Kino

Protokoll: Jan Oberländer
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Birgit Wohlsperger. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ich bin ja ein Jahr älter als die Berlinale. Schon als Baby war ich regelmäßig im Kino, meine Mutter hat mich mitgenommen, in ein kleines Eckkino im Wedding, heute ist eine Wäscherei in dem Haus. Damals bin ich auf ihrem Arm eingeschlafen, heute bleibe ich wach. Gerade im Forum laufen spannende Filme, die Themen packen mich, weil sie mir Antworten geben auf Fragen, die ich gerade habe – und neue Fragen aufwerfen. Besonders beeindruckt hat mich „Black Bus“ von Anat Yuta Zuria, ein israelischer Film über Orthodoxe, die ihre Kinder ablehnen, weil sie einen anderen Weg gehen wollen. Während der Berlinale wohne ich bei meiner Mutter in Steglitz – sie war es auch, die mich dazu gebracht hat, mich für die Jury zu bewerben. Eigentlich lebe ich seit Jahren im Oderbruch, mit meinem Mann. Der muss sich jetzt allein um unsere ganzen Tiere kümmern: Kater Willi, Dackel Dorle, Wolfsspitz Inka, die Graugänse, die Shetland-Ponys. Jetzt, wo das Wasser dauernd friert, ist das viel Rennerei. Protokoll: Jan Oberländer

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