Leserjury : Weiterbildung

Tagesspiegel-Leserjuror Alper Ari, 37, schaut gerne Filme, aber so viele wie jetzt zur Berlinale hat er noch nie in so kurzer Zeit gesehen.

Protokoll: Jan Oberländer
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Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ich komme aus Reinickendorf, im Moment wohne ich in Neukölln. Mit meiner Frau gehe ich seit Jahren regelmäßig zur Berlinale, auch gern ins Forum. Weil man hier Einblicke bekommt in Welten, Kulturen, Länder und Menschen, die man im Mainstreamkino nie sieht. Ich schaue sehr gern Filme, im Kino, auf DVD oder im Fernsehen, aber so viele wie jetzt habe ich noch nie innerhalb so kurzer Zeit gesehen. Meine Frau hat mir für die Festivalzeit einen Freischein ausgestellt. „Genieß’ es“, hat sie gesagt. Sie schreibt gerade an ihrer Promotion und hat sowieso nicht so viel Zeit. Ich bin Diplomkaufmann, war in der Werbebranche, gerade bin ich auf Jobsuche. Da passt die Juryarbeit gut, das alles hier ist ja auch irgendwie eine Weiterbildungsmaßnahme. In der Jury sprechen wir viel über die Filme, vor allem über die, die wir gut fanden. Natürlich gibt es verschiedene Ansichten, aber auch Gemeinsamkeiten. Es ist sehr interessant, andere Perspektiven auf einen Film zu hören. Da sagt man sich manchmal: „Stimmt. Das habe ich gar nicht so gesehen!“

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