Let's Party : Bambule und Halli-Galli

Kurz vor Schluss geht die Berlinale-Party noch mal richtig los - erst im Admiralspalast, wo ein 99-Sekunden-Filmpreis vergeben wurde und dann bei der Fete für Robert Stadlobers neuesten Film.

Sophie Guggenberger

Im Admiralspalast verlieh Moderatorin Nadine Krüger witzig und gekonnt vor rund 300 geladenen Gästen die „99 Fire Film Awards“ an die kreativsten Bewegtbild-Junkies für 99-Sekunden-Clips. Schnelligkeit und Originalität waren hier gefragt, denn die Kurzfilme mussten binnen 99 Stunden komplett konzipiert, gedreht und auch geschnitten sein. Die Juroren Anja Kling und Christoph Ohrt überreichten gemeinsam mit weiteren  Regisseuren, Schauspielern und Filmverleihern die  Trophäen an die Sieger – samt Hauptgewinn an Sebastian Runschke. Für seinen Film „Schlafstörung“ gab’s einen Scheck über 9.999 Euro und eine Assistenz bei einer großen Produktion von Janus Film. Vera Decker, Beziehungspsychologin und bekannt als Comedian aus dem „Quatsch Comedy Club“, servierte dann noch mit urkomischer Gestik und Mimik eine Pointe nach der anderen. Zu chilligen Lounge-Rhythmen stürmte die Filmgemeinde hinterher das Büffet und  plauschte bis weit nach Mitternacht.

Im „Tresor“ flimmerten frische Kurzfilme über die Leinwand – präsentiert von den durchweg jungen Machern und Darstellern. Mit dabei auch Jungschauspieler Robert Stadlober, der seinen neuen Film „The Golden Foretaste of Heaven“ gemeinsam mit dem Regisseur Richard Wilhelmer vorstellte. Klar, die Aftershowparty durfte auch hier nicht fehlen, so drängten sich Jungstars und Schauspielkollegen im VIP-Bereich, kippten Freibier und Drinks, während Andrew Weatherall, DJ-Legende aus Großbritannien, die Tresor-Räume beschallte. Auch David Holmes, der die Soundtracks für die Ocean's 11, 12 und 13-Filme kreiert hat, brachte seine Platten mit, die Komponisten der Film-Soundtracks Alec Empire und Nic Endo legten auf und auch T.Raumschmiere ließ es mit satten Beats bis in den frühen Freitagmorgen ordentlich krachen.

Ähnlich heiß her ging’s im Tape Club. Nach dem Motto: „Hier steppt der Bär“ hatte „sehsüchte“, das größte internationale Studentenfilmfestival, anlässlich der Berlinale zur Filmschool-Party gerufen – und alle Studis samt Filmfans und Berlinalepublikum kamen in Massenn. Selbst die VIP-Schlange musste bei Minusgraden lange bibbern. Doch das Warten lohnte sich. Drinnen war auf den beiden Dancefloors Bambule und Halli-Galli bis in die frühen Morgenstunden – so, wie das sein soll auf in langen Berlinalennächten.

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