Kultur : Leuchtzeichen

Sonneck und Schmid in der Guardini Galerie.

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Raumkräfte. Schmid und Sonneck spielen mit dem Licht. Foto: A. Kleuker / VG Bildkunst 2013
Raumkräfte. Schmid und Sonneck spielen mit dem Licht. Foto: A. Kleuker / VG Bildkunst 2013

Weniger ist mehr, das belegt die Ausstellung „Verschränkungen – Farbe, Licht, Raum“ in der Guardini Galerie. Mit einer kleinen Reihe will die Galerie der Bedeutung des Lichts nachgehen. In stiller Beharrlichkeit und mit geringsten Mitteln füllen Elisabeth Sonneck und Andreas Schmid die leeren Räume mit Farbrhythmen und Leuchtzeichen. Sonneck hat Streifen auf die nackte Wand gemalt, doch im Wechsel zwischen dunklen und hellen Tönen, breiten und schmalen Flächen entfalten sich Stimmungen. Das freundliche Sienna-Rot lädt zum Nähertreten ein, das kratzbürstige Magenta runzelt mürrisch die Stirn.

Andreas Schmid ergänzt die Streifen durch Linien. Seine Neonröhren folgen wie Magnetspäne unsichtbaren Anziehungskräften und signalisieren die Strahlenfelder des Raumes. Während im Erdgeschoss Licht und Farbe symbiotisch auftreten, setzen sich im Untergeschoss die Streifen und Linien in Tafelbildern und Zeichnungen deutlich voneinander ab. Sonneck malt ihre quadratischen Formate mit trägem Pinsel, Andreas Schmids Striche wehen eilig über das Blatt oder lassen sich als Tesakrepp wieder abziehen. Simone Reber

Guardini Galerie, Askanischer Platz 3, bis 28.3.; Di - Fr 14 - 19 Uhr

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