Kultur : LEUTE

Stars und Sternchen

Kommt Julia Roberts, kommt sie nicht? Es war auch gestern unklar. „Weder Zu- noch Absage“, hieß es bei der ihren Film „Fireflies in the Garden“ betreuenden PR-Agentur. Er ist am Sonntag im Programm, für sorgfältig ausgetüftelte Interviewlisten wird es verdammt eng, allenfalls eine Pressekonferenz scheint möglich. Da hält man sich lieber an das, was man hat. Gestern Abend liefen Daniel Day-Lewis, sein Kollege Paul Dano sowie Regisseur Paul Thomas Anderson über den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast. Ihr Film „There Will Be Blood“ wird als Bärenkandidat gehandelt – ein düsteres Epos um einen Minenarbeiter, der sich zum Öltycoon emporarbeitet. Als Gäste waren auch die Schauspieler Senta Berger und Mario Adorf sowie Regisseur Sönke Wortmann dabei.

Der Berlinale-Palast mag das größte Kino des Festivals sein, der Film-Palast am Kurfürstendemm ist gewiss das schönste. Gestern Abend stellte dort Neil Young seinen Film „CSNY – Déja Vu“ vor, der die Konzerttour von Crosby, Stills, Nash & Young durch die USA 2006 dokumentiert. Der Musiker war schon häufig in Berlin, spielte im alten Tempodrom wie auch mehrfach in der Waldbühne – und tritt hier am 26. Februar erneut auf, leider im ICC. Das Konzert, das einzige in Deutschland, ist offiziell seit langem ausverkauft. Im Internet werden noch Karten für bis zu 349 Euro angeboten.

Auf dem Festival des Vorjahres stieß sein Berlin-Film „The Good German“ nicht gerade auf Begeisterung, das hat Steven Soderbergh der Stadt aber offenbar nicht übelgenommen. Gestern Mittag traf der Regisseur in Tegel ein, später entstieg Kollege Oliver Stone seiner Maschine. Wie Goldie Hawn und Brian De Palma haben sie keinen eigenen Film im Sortiment, sind einfach akkreditierte Gäste mit vermutlich mehr Zeit als beim klassischen Arbeitsbesuch auf dem Festival. Vielleicht schauen sich die drei Regisseure ein wenig nach Drehorten künftiger Projekte um, auf dass ihre Berlin-Filme nicht wieder, wie „The Good German“, in den USA entstehen.

Die People’s Night von VW ist umgezogen. In den letzten Jahren lud der Berlinale-Sponsor immer ins hoffnungslos überfüllte Borchardt. Diesmal hatte man am zweiten Berlinale-Abend die Akademie der Künste als Austragungsort gewählt und, um ihn würdig zu zelebrieren, gleich ein Kulturprogramm in die Party eingebaut. Zu später Stunde war ein Auftritt von Seal angesetzt, danach einer von Deutschlands bekanntester Rap-Gruppe, den Fantastischen Vier. Unter den Prominenten, die sich das nicht entgehen lassen wollten, waren Fatih Akin, Matthias Brandt, Diane Kruger, Henry Maske, Ralf Moeller, Vicky Leandros, Jasmin Tabatabai, Esther Schweins und Robert Stadlober. ac/Bi

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