Kultur : LEUTE

Feste & Gäste

Es gibt auch eine exklusive Kehrseite zu Borchardt & Co bei der Berlinale, einen Ort, an dem Crews und Schauspieler völlig ungestört und doch gewissermaßen mitten im Getümmel des Potsdamer Platzes feiern und sich kennenlernen können. Im Berlinale Dining Club im Kaisersaal treffen sich abends vor allem die Crews der Wettbewerbsfilme. Da lernt man sich kennen und genießt Dinner Speeches von Festivalchef Dieter Kosslick oder herausragenden Gästen. Völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit hat auch Dustin Hoffman da schon mal geredet. Mittags findet am selben Ort der Berlinale Lunch Club statt für Teams, die im Panorama oder im Forum vertreten sind und hier ein besonderes Gefühl von Berlin bekommen. Die taiwanesische Schauspielerin Chao Yi-Lang, die mit dem Regisseur von „Soul of a Demon“, Chang Tso-chi gekommen war, beschrieb den Kern dieses Gefühls im Stil des Kaisersaals: „In Berlin liegt im Neuen das Alte verborgen.“ Unternehmen, die im weitesten Sinne mit Film zu tun haben, können dort Tische mieten, um Geschäftspartner zu bewirten. Journalisten sind abends aber streng verboten. Hier gibt es das entspannte Kontrastprogramm zum Borchardt- Hype. Bi

Ein Vorteil solch eines Filmfests ist auch, dass man ganz neue Orte kennenlernt, die sich soeben als Partyort etablieren wollen, oder solche, wohin man sonst garantiert nicht geht. In der Nacht zu Dienstag wurde beides geboten. Erst feierte Doris Dörrie mit ihrer „Kirschblüten“-Crew und Gästen in der Puro- Lounge oben auf dem Europacenter. Später lud der Verleih Kinowelt nach janz weit draußen in die Moabiter Heidestraße, um sich in der Spielhaus Morrison Galerie, einer ehemaligen Vergaserfabrik, bei kalten Getränken Gedanken zu machen, aus welchen Film die an die Wand projizierten Szenen wohl stammen mögen. ac

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