Kultur : LEUTE

Stars und Sternchen

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Eiscreme, immer wieder Eiscreme. Als Actionstar darf einer wie Vin Diesel kein Gramm zu viel auf den Rippen haben, als Mafioso DiNorscio in „Find Me Guilty“ von Sidney Lumet aber war Fülle verlangt. Und so wurde Diesel nach Clooney in „Syriana“ der zweite Akteur, der im Dienste der Filmkunst verfetten musste. Einer wie er, der vor allem in Krawallfilmen populär wurde, in einem Film von Lumet, der 1957 mit „Die zwölf Geschworenen“ den Goldenen Bären gewonnen hatte – das Erstaunen über diese Kombination war auch in der gestrigen Pressekonferenz zu spüren, was Diesel, mit ebenso breitem wie schiefen Grinsen, „faszinierend“ fand. Es stört ihn nicht, er gehe jede Rolle mit der gleichen Überzeugung an, sie interessiere ihn unabhängig vom Genre. Jahrelang, so erzählt er, war er von Agent zu Agent gewandert, hatte als Rausschmeißer in einem Club gearbeitet. Bevor er endlich Erfolg hatte, seine „physische Präsenz“, wie er es nennt, in den Vordergrund rückte, habe er schon jede Menge Erfahrung mit dramatischen Rollen gesammelt. Mit Lumet aber wurde ein Traum war: Endlich ein Regisseur, der sich sehr um seine Schauspieler kümmere, dem er sich vollkommen habe anvertrauen können. Auch Lumet sieht zwischen Action und guter Schauspielerei keinen Gegensatz, verweist auf Bogart, Cagney, Eastwood, Connery. Beim ersten Treffen lasen sie sich aus dem Drehbuch vor. In zehn Minuten hatte Diesel die Rolle. ac

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