Kultur : Leute

Der Bart ist ab.Bei einem unangekündigten Auftritt bei einem Schulfest in der Stadt Cienfuegos hat sich Fidel Castro den versammelten Schülern und Lehrern glattrasiert gezeigt.Das staunende Publikum habe ihn kaum erkannt und ihn zunächst ungläubig betrachtet, teilte die Schulleiterin später Reportern mit.Zur Begründung habe Castro gesagt, daß mit einem neuen Sieg an der Produktionsfront der chronische Mangel an Rasierklingen behoben sei.Die kubanischen Männer hätten jetzt keine Ausrede mehr, wenn sie ihren Frauen mit Stoppeln gegenüberträten.Die kubanische Frau habe ein Recht darauf, daß ihr der Mann mit Respekt begegne, habe der Revolutionsführer ausgeführt.Seine Rede habe nur dreieinhalb Stunden gedauert.Der Auftritt Castros löste große Aufregung in den kubanischen Medien aus.Sie waren zu dem Ereignis ebensowenig eingeladen worden, wie Vertreter der ausländischen Presse.Letztere bemühten sich gestern fieberhaft um ein Foto.Unklar ist, ob es eines gibt und wenn ja, wann es von der Zensur freigegeben wird.Gerüchten zufolge betrachten Teile des Regimes Castros Rasur als neumodisches Zugeständnis an den oberflächlichen Zeitgeist.Castro hatte früher damit überrascht, daß er mit dem Zigarrenrauchen aufhörte und statt in seiner Kampfuniform immer häufiger im Anzug auftritt.

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