Kultur : LEUTE

Stars und Sternchen

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Berlinale-Zeit ist Jürgen-Vogel -Zeit. Im vergangenen Jahr bekam der Schauspieler für seine Leistung im Vergewaltigungsdrama „Der freie Wille“ den Silbernen Bären, gestern Abend wurde ihm im Ritz-Carlton der Ernst-Lubitsch-Preis überreicht. Die Auszeichnung wird jährlich vom Club der Filmjournalisten für die „beste komödiantische Leistung im deutschen Film“ vergeben. Dass Vogel sehr komisch sein kann, bewies er in der Vergangenheit unter anderem in „Das Leben ist eine Baustelle“, voriges Jahr brachte er das Publikum an der Seite von Daniel Brühl in „Ein Freund von mir“ zum Lachen. Die Auszeichnung ist aber nicht an einen bestimmten Film gebunden, sondern würdigt Vogels „schauspielerische Möglichkeiten und komödiantische Kraft insgesamt“, betonte ein Sprecher des Clubs. Der Preis erinnert an den in Berlin geborenen jüdischen Filmregisseur Ernst Lubitsch, der in den 30er Jahren in Hollywood berühmt wurde. Die gestrige Übergabe fand im Rahmen des Empfangs des Medienboards Berlin-Brandenburg statt. Und leider unter erschwerten Umständen: MTV-Moderator Patrice Bouedibela , der im Ritz durch den Abend führte, hatte Sekunden vor der Preisübergabe das Buffet eröffnet. Jürgen Vogel nahm diesen Patzer mit Humor, bedankte sich brav und wünschte denjenigen, die ihm trotzdem noch zugehört hatten, einen schönen Abend: „Und jetzt dürft Ihr endlich losfuttern“. Unter den Gästen waren unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck sowie die früheren Lubitsch-Preis-Gewinner Tom Tykwer und Moritz Bleibtreu . Und noch ein Gast sorgte für großes Aufsehen: Wer hätte gedacht, das der amerikanische Präsident in Deutschland so beliebt ist! Na gut, es war nicht der real amtierende, sondern Dennis Haysbert – bekannt als Präsident David Palmer aus der Agentenserie „24“. Am heutigen Sonntag will Haysbert seinen neuen Film „Goodbye Bafana“ vorstellen. Darin spielt er Nelson Mandela. Aber als der 52-Jährige gestern vor dem Ballsaal von wildfremden Menschen angesprochen wurde, ging es nur um Explosionen, schnelle Kameraschnitte und seine US-Präsidentenrolle. Kann sein, dass er die nie wieder los wird. sel

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