Kultur : Linz und Vilnius starten als Kulturhauptstädte

Mit Feuerwerk und Lichtkunst haben Linz und Vilnius das Jahr als Europas Kulturhauptstädte 2009 begonnen. In Vilnius, der Hauptstadt Litauens, das als bisher östlichste Stadt Europas den europäischen Titel trägt, wurde das Programm mit einer Show des deutschen Lichtarchitekten Gert Hof eröffnet. Es war die größte Veranstaltung dieser Art in der Geschichte des Baltikums.

Beide Städte haben jeweils mehr als 50 Millionen Euro für den Marathon ausgegeben. Ein großer Teil der Mittel wurde in beiden Städten in die kulturelle Infrastruktur investiert. Vilnius, das neben der Kultur auch die tausendjährige Geschichte Litauens feiert, plant insgesamt 900 Veranstaltungen.

Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete das Kulturjahr 2009 im Linzer Brucknerhaus. Die Stadt will gegen das Vorurteil „Linz reimt sich auf Provinz“ (Stefan Zweig) angehen. Im Donaulände-Park wurde die für Linz entwickelte „Raketensinfonie“ von Orlando Gough uraufgeführt: eine Komposition für Feuerwerk, Hunderte von Chorsängern und 16 Solostimmen. Linz legt mit dem neuen Ars Electronica Center einen Schwerpunkt auf elektronische Kunst und Video.

Seit 1985 erhält jährlich mindestens eine europäische Stadt den Titel der Kulturhauptstadt. Unter den bisherigen Trägern waren auch (West-)Berlin und Weimar; Österreich kam mit Graz bereits in diesem Jahrtausend auf die umfangreiche Liste. 2 008 repräsentierten das britische Liverpool und Stavanger in Norwegen die europäische Kultur. 2010 werden Essen, Istanbul sowie das ungarische Pecs Kulturhauptstädte Europas. dpa

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