Literatur : Loest will "Völkerschlachtendenkmal" fortsetzen

Der Schriftsteller Ericht Loest denkt darüber nach, eine Fortsetzung seines Romans "Das Völkerschlachtdenkmal" zu schreiben.

Hamburg - "Der Roman hörte 1980 auf. Seitdem sind viele Jahre vergangen, und es könnte sein, dass ich dieses Buch fortsetze. Und zwar bis zum Jubiläum 2013, das wäre doch eine gute Idee", sagte der 81-Jährige den "Lübecker Nachrichten". 2013 wird das Völkerschlachtdenkmal, das Wahrzeichen Leipzigs, 100 Jahre alt.

Loests Roman, der 1984 erschien, handelt von einem Wärter des Völkerschlachtdenkmals, der von der Stasi verhaftet wurde, weil er angeblich das Denkmal sprengen wollte. Loest selbst war 1957 aus politischen Gründen zu sieben Jahren Haft im berüchtigten Zuchthaus in Bautzen verurteilt worden. Erlebnisse aus dieser Zeit hat er in dem Roman "Prozesskosten" verarbeitet, der im März erschienen ist. 1981 hatte Loest die DDR verlassen. Seit 1989 lebt er wieder in Leipzig.

Loest sieht nach der Ostalgiewelle inzwischen "eine sehr ernsthafte Beschäftigung mit der DDR. Es braucht Zeit, bis sich Unwesentliches setzt und in Vergessenheit gerät, um das Wesentliche hervorzubringen", sagte er der Zeitung. (tso/dpa)

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