Barbara Richter : Wegbereiterin

Sie war die literarische Seele des Berliner Künstlerprogramms: Barbara Richter ist tot

Sie war die literarische Seele des Berliner Künstlerprogramms. 34 Jahre lang, von 1969 bis zu ihrer Pensionierung 2003, betreute Barbara Richter die Sparte Literatur des international renommierten Stipendienprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Von 1975 an kümmerte sie sich auch um die Gäste aus dem Bereich Film. Die große Liebe der ausgebildeteten Übersetzerin aber gehörte dem geschriebenen Wort – und den osteuropäischen Literaturen. Besonders Ungarn hatte ihr es angetan. Von Miklós Mézsöly an, der 1974/75 als erster ungarischer Autor nach Berlin kam, riss die Budapest-Connection nicht mehr ab und brachte mit Péter Nádas, Péter Esterházy und László Krasznahorkai Schriftsteller in die Stadt,die heute alle einen großen Namen haben. Sie haben sich auch in der langjährigen Buchreihe „Spurensicherung“, die Barbara Richter nach einer Pause 2000 noch einmal aufleben ließ, verewigt. Richter, 1938 in Berlin geboren, ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am 22. Mai im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Beisetzung findet am kommenden Mittwoch, den 10. Juni, um 10 Uhr auf dem Städtischen Friedhof Steglitz in der Bergstraße statt. Tsp

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