Berliner Literaturfestival : Arabische Welt

Vom 9. bis 20. September findet das 9. Internationale Literaturfestival in Berlin statt. Arabische Literatur bildet dieses Jahr den Schwerpunkt, die sonst kaum verlegt und gelesen wird.

Die Arabische Welt bildet dieses Jahr den Schwerpunkt des vom 9. bis 20. September dauernden 9. Internationalen Literaturfestivals Berlin. Die Literatur der arabischen Länder werde außerhalb ihrer Herkunftsländer kaum verlegt und gelesen, sagte Festivalleiter Ulrich Schreiber am Mittwoch, weshalb man einen „Markstein in der literarischen Kommunikation mit der arabischen Welt“ setzen wolle.

So kommen auch Dichter und Prosa-Autoren nach Berlin, die noch nicht übersetzt wurden. Insgesamt stellen mehr als 200 Schriftsteller aus allen Kontinenten ihre Werke vor, darunter Autoren aus Indien, Ungarn, Pakistan, Großbritannien, Frankreich, Irland und Deutschland. Zu den prominentesten Gästen zählt die Inderin Arundhati Roy, die das Festival am 9. September im Haus der Berliner Festspiele eröffnen wird. Sie erregte nicht nur mit ihrem Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ weltweit Aufmerksamkeit, sondern auch mit ihren zahlreichen politischen Aktionen, bei denen sie auf die Gefahren der Globalisierung aufmerksam macht. In Berlin spricht sie über den „Raub der Sprache: Zur Lage der Demokratie“.  

Erwartet werden außerdem unter anderem Monica Ali, Peter Nádas, Philippe Djian, Colum McCann, Tim Parks, John Banville, Alexander Hemon und Kamila Shamsie, die allesamt neue Romane vorstellen werden. Aus Deutschland nehmen unter anderem Siegfried Lenz, Feridun Zaimoglu, Monika Maron, Katharina Hacker und Judith Hermann teil. (Tsp/dpa)

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