Buchmesse : Katalanischer Ehrengast zieht positive Bilanz

Die katalanische Literatur hat dank der Frankfurter Buchmesse wieder einen festen Platz in der europäischen Literatur erhalten, so das Resümee der Organisatoren. Diese verteidigten erneut ihre Entscheidung, keine spanisch schreibenden Schriftsteller eingeladen zu haben.

Frankfurt (Main)Die katalanischen Organisatoren zogen heute eine sehr positive Bilanz ihrer Präsentation. Diese bezog neben der katalanischen Kultur in ihrem Hauptland Spanien auch Gebiete auf den Balearen und Andorra sowie in Teilen Südfrankreichs mit ein. Insgesamt war der Ehrengast mit rund 130 Autoren und mehreren hundert Künstlern auf der weltgrößten Bücherschau vertreten.

Außer in Frankfurt wurden auch in anderen deutschen Städten Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen organisiert. Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Region Spaniens mit dem Zentrum Barcelona. Die katalanische Sprache wird von rund acht Millionen Menschen gesprochen.

Spanisch schreibende Autoren haben andere Chancen

Die Organisatoren aus Barcelona verteidigten erneut ihre umstrittene Entscheidung, nur auf Katalanisch schreibende Schriftsteller eingeladen zu haben. Es sei darum gegangen, der katalanischen Literatur ein internationales Forum zu verschaffen, sagte der Chef des Kulturinstituts Ramon Llull, Josep Bargalló. Die auf Spanisch schreibenden Autoren im zweisprachigen Katalonien hätten ganz andere Chancen, Aufmerksamkeit zu finden.

Sowohl die katalanischen als auch die spanischen Verlage aus Madrid hätten dieses Jahres auf der Buchmesse höhere Umsätze gemeldet, sagte Bargalló. Auch der spanische Kulturminister César Antonio Molina habe sich bei einem Besuch der Buchmesse am Freitag sehr positiv über den Auftritt der Katalanen geäußert. Katalonien will sich im kommenden Jahr erstmals auch auf der größten Buchmesse "BookExpo" in den USA beteiligen. (mit dpa)

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