Deutscher Buchpreis : Julia Franck fordert spätere Preisverleihung

Um nicht nominierten Neuerscheinungen mehr Beachtung zukommen zu lassen, plädiert die Schriftstellerin Julia Franck für eine Verschiebung der Buchpreis-Verleihung.

BerlinDer Preis könne auch vier Wochen vor oder nach der Frankfurter Buchmesse vergeben werden, sagte Julia Franck ("Die Mittagsfrau"), die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2007, am Montag im Deutschlandradio Kultur. Dies würde nicht nominierten Neuerscheinungen zu mehr Beachtung verhelfen.

Franck kritisierte zudem, die Prozedur der Preisverleihung sei für die Nominierten in den vergangenen Jahren "alles andere als angenehm gewesen". Nach der Veröffentlichung der "Shortlist" mit den sechs Favoriten sei ein Streit in den Feuilletons um das beste Buch losgegangen. Das sei "ziemlich schwer zu ertragen gewesen". Die öffentliche Debatte habe zu einer Konkurrenzsituation zwischen den Autoren geführt. Bis zur Preisverleihung sei es "immer schlimmer" geworden: "Das ist schon ein ziemlicher Druck, der da entsteht."

Der diesjährige Deutsche Buchpreis soll am Montagabend zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen werden. (nibo/dpa)


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