Literatur : Innenansichten einer Egokratie

Menschen werden sonderbar, sobald sie berühmt werden. Andy Summers, Gitarrist von The Police, kaufte sich als Erstes eine Kamera. Er traute dem Trubel nicht, den Sting, Stewart Copeland und er selbst ab 1980 überall auslösten. Als handelte es sich um einen psychosozialen Selbstversuch, fotografiert Summers akribisch den Alltag der ihn mitreißenden „Egokratie“. In der Garderobe, bei Interviews, im Pool, beim Soundcheck und im Hotelzimmer. Es sind banale Ansichten eines ermüdenden Vagabundendaseins, das schon nach drei Jahren in internen Spannungen untergeht. Sich durch den opulenten Bildband mit seinen Schwarzweißaufnahmen zu wühlen, lässt einen beinahe dabei sein. KM

Andy Summers, „I’ll Be Watching You: Inside The Police 1980–83“. Taschen Verlag, Köln. 376 Seiten, 29,99 €.

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