Literatur : Deutsches Literaturarchiv bekommt Celan-Briefe

Fünf Jahre lang schrieben sich der Lyriker Paul Celan und die Literaturwissenschaftlerin Gisela Dischner. Jetzt sind die Briefe an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach gegangen.

Marbach Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach am Neckar (Baden-Württemberg) hat 26 Briefe und Karten von Paul Celan (1920-1970), die an die Literaturwissenschaftlerin Gisela Dischner gingen, erhalten. Die Briefe ergänzten den Nachlass des Lyrikers, teilte das Archiv am Mittwoch mit. Die Gegenbriefe Dischners seien bereits 1990 mit dem Nachlass nach Marbach gekommen. In ihren Briefen sprechen beide über die deutsche Vergangenheit, über Politik und Literatur allgemein, aber auch über Celans Werk.

Ihre Korrespondenz dauerte von 1965 bis zu Celans Tod 1970. Das Konvolut enthält außerdem Fotos und Gedichtmanuskripte sowie einen Brief von Gisèle Celan, der Ehefrau des Dichters. In dem Schreiben berichtet sie von Celans Freitod. (bai/dpa)



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