Literaturwettbewerb : Jens Petersen gewinnt Ingeborg-Bachmann-Preis

Der 33-jährige deutsche Autor wurde für seinen bisher unveröffentlichten Roman "Bis dass der Tod..." ausgezeichnet. Die restlichen Preise gingen nach Berlin.

Jens Petersen
Jens Petersen ist der 33. Ingeborg-Bachmann-Preisträger. -Foto: dpa

Jens Petersen ist damit der 33. Ingeborg-Bach-Preisträger. Er erhielt die Auszeichnung in Klagenfurt für einen Auszug aus seinem Werk, in dem er sich mit Euthanasie und dem versuchten Selbstmord in einer Liebesbeziehung beschäftigt. Er erhielt im zweiten Wahlgang fünf der sieben Jurorenstimmen für seinen weitgehend unstrittigen Beitrag.

An dem prestigeträchtigen Vorlese-Wettbewerb, der mit 25.000 Euro dotiert ist, hatten 14 Autoren aus dem deutschsprachigen Raum teilgenommen. Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.

Er ist nach der in Klagenfurt geborenen Dichterin Ingeborg Bachmann (1923-1973) benannt. Zu dem Wettbewerb waren insgesamt acht Deutsche, vier Österreicher und zwei Schweizer eingeladen.

Alle fünf im Rahmen des Wettbewerbs vergebenen Preise gingen in diesem Jahr an Autoren aus Deutschland. Den Publikumspreis, der alljährlich durch eine Internetabstimmung vergeben wird, bekam der Autor Karsten Krampitz (Berlin) für seine Erzählung Heimgehen.

Ralf Bönt (Berlin) wurde mit dem mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis für seinen Text Der Fotoeffekt ausgezeichnet. Der 3sat-Preis, der mit 7500 Euro dotiert ist, ging an den in Schwerin geborenen und in Berlin lebenden Gregor Sander für seine Erzählung Winterfisch. Die Berlinerin Katharina Born wurde für ihre Erzählung Fifty Fifty mit dem mit 7000 Euro dotierten Ernst-Willner Preis prämiert.

Mit einer stark politisch ausgerichteten Rede hatte der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler den Wettbewerb eröffnet. Am ersten Tag des renommierten Wettbewerbs hatte anschließend der österreichische Autor Philipp Weiss für Aufregung gesorgt. Der Schriftsteller verspeiste nach der Lesung sein Manuskript mit dem Hinweis, dies sei ein "notwendiger Bestandteil des Textes".

In seinem Beitrag geht es um einen Autor der wegen unerklärlicher Bauchschmerzen in ein Krankenhaus geht. Am Ende einer Magenspülung wird in seinem Innern der fertige Text gefunden. (sh/dpa)

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