Literatur : NACHRICHT

Maxim Billers Roman „Esra“: Schmerzensgeldklage abgewiesen

Das Oberlandesgericht München hat die Schmerzensgeldklage einer Ex-Freundin des Schriftstellers Maxim Biller abgewiesen, die sich in Billers Romanfigur Esra wiedererkannte und in ihrer Intimsphäre verletzt sah. Eine Revision wurde zugelassen. Das Landgericht München hatte ihr im Februar eine Entschädigung von 50 000 Euro zugesprochen. Die Entscheidung über Schmerzensgeld für die zweite Klägerin, die sich in Esras Mutter wiedererkannte, steht noch aus. In ihrem Fall hatte der Bundesgerichtshof bereits eine Rechtsverletzung verneint. Trotzdem bleibt der Roman „Esra“ verboten. Für diese Grundentscheidung, das lebende Vorbild für Esra nicht weiter bloßzustellen, hatte es auch in der literarischen Öffentlichkeit Verständnis gegeben. Dagegen war die enorm hohe materielle Forderung als Existenzbedrohung für einen freien Autor auf Kritik gestoßen. Tsp

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