Schreibwaren : Wer zählt die Sprachen ...

Rüdiger Safranski legt "Romantik" vor, Umberto Eco und Denis Scheck gastieren beim 10. Jubiläum des Deutschen Übersetzerfonds.

Steffen Richter

Rüdiger Safranski

, wenngleich geschätzt als Biograf E.T.A. Hoffmanns und Mitglied des „Philosophischen Quartetts“, ist bislang kaum als großer Romantiker in Erscheinung getreten. Nun aber legt er das Buch Romantik. Eine deutsche Affäre (Hanser) vor. Wenn er es am 24.9. (20 Uhr) im Literarischen Colloquium (Am Sandwerder 5, Zehlendorf) vorstellt, könnte man vor allem seine gewagte These hinterfragen: Wieso eigentlich „deutsche Affäre“?

Denn abgesehen von Romantikern wie Samuel T. Coleridge in England, dem Franzosen Chateaubriand oder dem Russen Puschkin interessierte sich auch die deutsche Romantik ganz erheblich für ihr europäisches Umfeld. Davon zeugen etliche Übersetzungen, die noch heute kanonisch sind: die Shakespeare-Dramen von August Wilhelm Schlegel, der Don Quijote von Ludwig Tieck, die Odyssee von Johann Heinrich Voß. Übersetzen scheint geradezu eine genuin romantische Angelegenheit zu sein. Wie romantisch das 10. Jubiläum des Deutschen Übersetzerfonds am 21.9. (ebenfalls im LCB) ausfällt, wird man sehen. Am Vormittag (ab 10 Uhr) wird tief geschürft – mit der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff, dem Theoretiker Jürgen Trabant sowie mit Denis Scheck, dem Gewinner des diesjährigen Verbandspreises „Übersetzerbarke“. Der prominenteste Gast des Tages (12 Uhr) allerdings ist als Schriftsteller, Theoretiker und Übersetzer gleichermaßen einschlägig: Er heißt Umberto Eco. Und wenn das Wetter mitspielt, geht irgendwann überm Wannsee auch noch romantisch die Sonne unter ...

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