WEG ZUR MACHT : Politik als Inszenierung

Obama vor der Siegessäule, Obama mit allen noch lebenden US-Präsidenten im Oval Office: Amerikanische Politik ist immer auch die professionelle Inszenierung von Bildern und Botschaften. Die Politik- und Wirtschaftsberaterin Kerstin Plehwe hat die „10 Erfolgsstrategien des Barack Obama“ (Hanseatic Lighthouse Verlag, Hamburg 2008. 197 S., 19,90 Euro) untersucht. Teil seines Erfolgs während des Wahlkampfes, schreibt Plehwe, beruhe darauf, dass er es immer wieder vermochte, „eine Aura des Neuen und des Einzigartigen um seine Kampagne herum zu kreieren“. Diese Inszenierung macht auch vor der Familie nicht Halt, im Gegenteil. Ohne Michelle, Sasha und Malia, die als lebhaftes Gegengewicht zu dem stets kontrolliert wirkenden Barack eingesetzt werden konnten, wäre er vielleicht gar nicht gewählt worden. Christina Weiss hat sich mit dieser Bedeutung der Familie in der politischen Kommunikation beschäftigt („Der US-Präsident als Inszenierung“. Nomos Verlag, Baden-Baden 2008. 180 S., 29 Euro). Weiss zeigt, dass auch Faktoren aus der Entstehungszeit der USA, wie der neuenglische Puritanismus, für das große Interesse der Amerikaner am Privatleben ihre Politiker verantwortlich sind. Tsp

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