Los Angeles : Erste Stipendiaten des Thomas Mann Hauses nominiert

Nach dem Kauf der Exil-Villa von Thomas Mann in Los Angeles sollen 2018 erste Stipendiaten einziehen, darunter Burghart Klaußner und Jutta Allmendinger.

Der Schauspieler Burghart Klaußner gehört zu den Stipendiaten für das Thomas-Mann-Haus in Los Angeles. Foto: Arne Dedert/dpa
Der Schauspieler Burghart Klaußner gehört zu den Stipendiaten für das Thomas-Mann-Haus in Los Angeles.Foto: Arne Dedert/dpa

Der Schauspieler Burghart Klaußner (68) gehört zu den ersten fünf Stipendiaten des Thomas Mann Hauses in Los Angeles. Ebenfalls nominiert wurden nach einer Mitteilung vom Dienstag die Berliner Soziologin Jutta Allmendinger, der in Göttingen lehrende Literaturwissenschaftler und Thomas-Mann-Forscher Heinrich Detering, der Mikroelektroniker Yiannos Manoli und die Journalistin Sylke Tempel („Internationale Politik“). Das Auswärtige Amt hat die Exil-Villa von Thomas Mann im vergangenen Jahr für umgerechnet etwa 12,5 Millionen Euro gekauft, um sie vor dem Abriss zu retten.

Herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland sollen im „Thomas Mann House“ den Dialog mit den USA vertiefen und sich mit Fragen der Zeit auseinandersetzen, wie Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gemeinsam erklärten. Die ersten Stipendiaten sollen das Haus, das zurzeit saniert wird, 2018 einweihen und dort leben und arbeiten.

Gabriel: "Kultureller Austausch ist unverzichtbar"

Grütters nannte den Erwerb einen großen Glücksfall und zugleich eine große Verpflichtung. Gabriel sagte: „In schwierigen Zeiten, in denen uns auch manches über den Atlantik hinweg trennt, ist vor allem der kulturelle Austausch für offene Gesellschaften und für unser gemeinsames transatlantisches Wertefundament unverzichtbar.“

In der Villa am Westrand von Los Angeles - in Pacific Palisades - hatte die Familie Mann nach der Emigration aus Nazi-Deutschland von 1942 an zehn Jahre gelebt. Thomas Mann (1875-1955) schrieb dort Werke wie „Joseph, der Ernährer“, „Doktor Faustus“ und „Der Erwählte“. Die Organisation des neuen Programms vor Ort hat die nahegelegene Künstlerresidenz Villa Aurora übernommen. (dpa)

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