Kultur : Luise Rainer: Sie bekam 1937 und 38 den Oskar, aber glücklich war sie nicht

Frau Rainer[Sie waren ein Hollywoodstar - heute k]

Die Schauspielerin Luise Rainer erlebte den schnellsten Aufstieg und Fall, den es in Hollywood je gegeben hat. Die gebürtige Düsseldorferin, die Anfang der 30er Jahre unter Max Reinhardt Theater spielte, gewann 1937 und 1938 den Oscar. Sie war die erste, der dies in zwei aufeinanderfolgenden Jahren gelang. Nach nur wenigen weiteren Filmen kehrte sie Hollywood den Rücken und zog sich ins Privatleben zurück. Heute lebt Luise Rainer, 90, in London.

Frau Rainer, Sie waren ein Hollywoodstar - heute kennen die meisten Ihren Namen nicht mehr.

Es klingt sicher eingebildet, wenn ich das sage, aber ich bekomme immer noch Fanpost. Das zeigt mir, dass ich mit meinen wenigen Filmen etwas bewegt habe. Dass ich Menschen etwas geben konnte. Etwas Schöneres kann ich mir gar nicht vorstellen.

Auf dem Höhepunkt Ihres Ruhms war für Sie Schluss. Haben Sie das je bereut?

Ich habe ein Schuldgefühl. Mir ist ein Talent in die Wiege gelegt worden, und ich hätte viel mehr daraus machen sollen. Aber ich war nicht glücklich in Hollywood. Dort hatten die großen Studios das Sagen, und als Schauspieler war man nur ein Rad in einer großen Fabrik. Unter den wenigen Filmen, die ich gedreht habe, sind einige, die es nicht wert waren. Ich war selbstkritisch, und habe immer meine Meinung vertreten. "Dieses Mädchen ist ein Frankenstein!", hat der MGM-Boss Louis B. Mayer über mich gesagt.

Vor Ihrer Filmkarriere hatten Sie sich auf der Bühne einen Namen gemacht. Sie waren Mitglied des berühmten Ensembles von Max Reinhardt.

Reinhardt war ein ganz besonderer Mensch. Ich war ein junges Mädchen, und es war natürlich wunderbar für mich, dass er schätzte, was ich zu geben hatte. Einmal kam Reinhardt nach der Vorstellung hinter die Bühne und sagte mit seiner merkwürdigen nasalen Stimme zu mir: "Rainer", er nannte alle immer mit Nachnamen, "Rainer, wie machen Sie das?" Es war das schönste Lob, das ich je bekommen habe.

Über Glück wollten wir reden.

Glück? Meistens weiß man ja im Moment des Glückes gar nicht, dass man glücklich ist. Man weiß es nachher, wenn es wieder vorbei ist. Ich habe gerade gestern in der Zeitung gelesen, dass Rosseau gesagt hat, Glück bestehe aus einem hübschen Bankkonto, einer guten Köchin und einer tadellosen Verdauung!

Und Schopenhauer meinte, neun Zehntel unseres Glückes beruhen allein auf der Gesundheit.

Gott sei Dank bin ich sehr gesund. Ich habe schon immer von Natur aus eine Aversion gegen alles Ungesunde gehabt. Nie würde ich Drogen nehmen. Oder zu viel Alkohol trinken. Ich will immer klar sein. Man weiß ohnehin schon so wenig im Leben - dann würde man ja überhaupt nichts mehr wissen.

Was brauchen Sie, um glücklich zu sein?

Nicht viel. Schauen Sie hier aus meinem Fenster: Wir sehen den Himmel. Wenn er klar und blau ist, das allein kann schon genügen.

Henry Miller schrieb über Sie: "Sie ist die Heiterkeit in Person; aber wenn man sie ansieht, ohne dass sie es bemerkt, sieht man ein tragisches Gesicht."

Vielleicht hat er Recht. Alles Lieben und Schaffen schmerzt, genauso wie es glücklich macht. Man muss lernen, den Schmerz zu relativieren. Egal, wie schlimm es ist, es könnte schlimmer sein. Wenn ich zum Zahnarzt gehe und Angst habe, dass es wehtun wird, dann denke ich an Soldaten im Krieg. Das hilft.

Haben Sie in Ihrem Leben öfter vor Rührung geweint oder aus Trauer?

Ich weine sehr selten, obwohl, als ich jung war ... Musik hat mich zu Tränen gerührt. Verdis Requiem zum Beispiel, es ist so unerreichbar schön. Oder hohe Berge. Wenn ich sie sehe, bekomme ich Gänsehaut, so groß ist das Gefühl des Glücks. Interessanterweise hat Weinen nicht immer mit dem Moment zu tun. Als mein Vater starb, das ist Jahre her, habe ich nicht geweint. Etwa ein halbes Jahr später, ich war gerade damit beschäftigt, Mottenkugeln in einen Schrank zu legen, sah ich ihn plötzlich vor mir. Ich sah ihn an einer langen Allee, die in den Himmel führte, auf einer Bank sitzen. Und ein Engel raste auf Rollschuhen vorbei und rief: "Aufruf für Herrn Rainer, Aufruf für Herrn Rainer." Das brachte mich zum Weinen.

Sie waren zweimal verheiratet. Über Ihren ersten Ehemann, den amerikanischen Dramatiker Clifford Odets, haben Sie in einem Interview gesagt, er war die "größte Leidenschaft meines Lebens".

Wir haben uns gesehen, und es war, als ob wir nicht mehr ohne einander leben konnten. Wir haben uns gegenseitig fast verschlungen.

Sie haben sich nach drei Jahren getrennt. Warum?

Mein erster Mann hat sehr in sich selbst gelebt. Er war oft unfähig, einen anderen Menschen aufzunehmen. Wir hatten beide unsere Arbeit, wir brauchten Zeit für uns selbst. Wir mussten uns trennen, weil wir wussten, es geht nicht. Es war eine schreckliche Zeit, ich war sehr unglücklich damals. Gott sei Dank kam dann mein zweiter Mann in mein Leben ...

der englische Verleger Robert Knittel.

Ja. Eigentlich hatte ich nicht die Absicht, es erneut mit einer Ehe zu versuchen. Ich wollte mich ganz meiner Arbeit widmen, und nach meiner schlimmen ersten Erfahrung fürchtete ich, das eine geht mit dem anderen nicht zusammen. Er hat lange um mich geworben. Jeden Morgen auf seinem Weg zum Verlag kam er an dem großen New Yorker Hotel vorbei, in dem ich damals wohnte und schob ein liebendes Gedicht unter meiner Tür durch.

Sie waren 45 Jahre lang, bis zu seinem Tod vor elf Jahren, mit ihm verheiratet.

In unserem Fall war er das Geheimnis. Immer war er tolerant, immer harmonisch, gutgesinnt und verständnisvoll. Er hat mich behandelt, als sei ich der Mittelpunkt des Universums.

Sie klingen selbst erstaunt.

Ob ich seine Liebe verdient habe? Ich habe keine Ahnung, man weiß so wenig über sich selbst.

Mit 16 Jahren sind Sie aus Ihrem Elternhaus ausgezogen, um Schauspielerin zu werden - für ein Mädchen aus gutem Hause damals ein ungewöhnlicher Beruf.

Besonders mein Vater war sehr unglücklich darüber. Alles, was er für mich wollte, war, dass ich den richtigen Mann treffe und viele Kinder bekomme. Mein Vater war Geschäftsmann, meine Mutter sehr bourgeois. Dass ihre Tochter zum Theater geht - das war fast dasselbe wie eine Dame, die auf die Straße geht.

Was zog Sie zur Bühne?

Meine Eltern waren liebend und gut zu mir, dennoch habe ich mich als Kind sehr oft alleine gefühlt. Ich habe mich in meine eigene Welt aufgemacht, eine Welt der Illusion. Als Schauspielerin kann man Träume leben, ich wusste früh, dass ich es werden wollte. Mein erstes Vorsprechen war aber ein Desaster. Ich fuhr zu Max Reinhardt nach Berlin. Ich hatte mir eine Ausgabe von Wedekinds "Lulu" besorgt und die Rolle der Lulu gelernt. Den Unterschied zwischen Männchen und Weibchen kannte ich - aber von Erotik wusste ich nichts. Es war lächerlich. Zum Vorsprechen waren lauter mondäne Frauen gekommen - und ich kleiner Idiot, der ich eine sehr erotische Szene gelernt hatte, die ich gar nicht verstand. Vor lauter Aufregung habe ich dann ganz vergessen, zum Vorsprechen meinen dummen Strohhut abzusetzen. Natürlich rutschte er mir bei der ersten Gelegenheit übers Gesicht. Ich war so verzweifelt, dass ich immer nur noch "Ja" gesagt habe: "Ja. Ja. Ja." Der ganze Text war weg. Die haben mich sofort wieder nach Hause geschickt. Das Theater in Krefeld hat mich engagiert.

Und wie sind Sie nach Hollywood gekommen?

Zuerst holte Reinhardt mich nach Wien, wo er inzwischen war. Und dort sahen mich Leute aus Hollywood. Ich habe einen lächerlichen Vertrag unterschrieben, ich verstand ja die ganzen englischen Klauseln nicht. Die einzige Bedingung, die ich stellte, war, dass ich meinen kleinen Hund mitnehmen dürfte. Das haben sie mir erlaubt, und so bin ich 1935 nach Hollywood gegangen. Eher zum Spaß. Ich dachte, das sei doch eine gute Gelegenheit, einmal Amerika zu sehen.

Wie haben Sie sich Ihre Zukunft erträumt?

Was glauben Sie denn! Als junger Mensch will man die Treppen zum Himmel raufsteigen!

Mit zwei Oscars waren Sie im Schauspielerhimmel.

Ja, das war natürlich eine wunderbare Sache, aber mir ist das damals gar nicht so bewusst gewesen. Ich muss Ihnen einen schrecklichen Vergleich sagen: Als ich meine Tochter auf die Welt brachte, haben mir viele gratuliert: "Toll, Sie haben ein Kind bekommen!" Und ich sagte: "Jede Kuh kann das." So ähnlich kam mir das mit den Oscars vor.

Es war sicher ein tolles Gefühl, nach so kurzer Zeit den begehrtesten Filmpreis zu gewinnen. Zuerst für "The Great Ziegfeld" und dann für "The Good Earth".

An meinen ersten Oscar erinnere ich mich nicht mehr. Der zweite Oscar war ein bisschen eine tragische Angelegenheit. Ich war auf einer Reise mit meinem ersten Mann, und es war mal wieder sehr schwierig zwischen uns. Als ich zwischendurch zu Hause anrief, sagte mein Hausmädchen: "Sie müssen sofort zurückkommen! Die Zeitungen rufen an, wahrscheinlich bekommen Sie einen zweiten Oscar." Ich dachte, sie sei verrückt geworden, aber wir sind dann doch nach Hause gefahren. Ich habe mich ganz schnell umgezogen und innerlich darauf vorbereitet, ein lächelndes Gesicht aufzusetzen. Dabei war ich unglücklich an diesem Abend, ich wollte nur alleine sein. Mein Mann und ich mussten mit dem Wagen dreimal um das Hotel fahren, in dem die Oscars damals verliehen wurden - erst dann habe ich gewagt, reinzugehen und dieses idiotische Lächeln aufzusetzen, das man von mir erwartet hat.

Ein Filmlexikon zitiert Sie mit dem Satz: "Für meinen zweiten und dritten Film habe ich den Oscar bekommen. Mir hätte nichts Schlimmeres passieren können."

Dieser ganze Rummel war mir zu viel. Die vielen Menschen, die an meinem Erfolg teilhaben wollten, weil sie unglücklicherweise selbst keinen hatten.

Es gibt nur zwei Tragödien im Leben, sagt Oscar Wilde. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man will, und die andere ist, es zu bekommen.

Das klingt interessant, aber ich verstehe es nicht. Es ist doch ein Glück, das zu bekommen, was man will! Ich habe oft nicht bekommen, was ich gerne gehabt hätte. Auch Rollen. "Wem die Stunde schlägt" zum Beispiel hätte ich gerne gemacht. Aber als ich meinen siebenjährigen Vertrag mit der MGM nach drei Jahren gebrochen habe, durfte ich nicht mehr filmen. Das letzte, was Louis B. Mayer zu mir sagte, als ich Hollywood verließ, war: "Wir haben Sie gemacht - wir werden Sie auch vernichten!"

Sie waren erst 28, und Ihre Karriere war beendet.

Aber mein Leben ging weiter! Ich war Ehefrau und Mutter. Immer hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch zu spielen und dem Wunsch, bei meiner Familie zu sein. Eine Zeit lang habe ich es mit Malen versucht, ich hatte auch Ausstellungen. Ich habe es wieder aufgegeben, als wir in die Schweiz gezogen sind. Ich bin mit meinem Mann um die ganze Welt gereist. Mein Leben war sehr erfüllt - oder lassen Sie es mich so formulieren: Es gab immer eine Entschuldigung. In letzter Zeit habe ich viel geschrieben, ich schreibe mein Leben auf ... Ich finde immer eine Entschuldigung. Ich würde gerne spielen, aber ich suche immer nach Gründen, die es mir unmöglich machen.

Um nicht zu versagen?

Ach, ich denke, ich bin einfach faul.

Fellini hat Ihnen ...

das Drehbuch zu "La Dolce Vita" geschickt, ja. Es war vollkommen wahnsinnig, ich habe es nicht machen wollen. Er hat mich mit Telegrammen bombardiert: "Ich brauche Ihr poetisches Gesicht!" Er hat mir dann angeboten, ich könne meine Rolle selbst schreiben. Daraufhin habe ich zugesagt. Im Film hat Mastroianni in jeder Szene eine andere Dame, mit der er ins Bett geht. Ich habe eine Szene geschrieben, in der ich zu ihm sage: "Sie müssen arbeiten, anstatt mit allen Damen ins Bett zu gehen." Erst fand Fellini alles ganz wunderbar, doch als ich dann bei den Dreharbeiten in Rom war, sagte er: "Luisa, Luisa, Sie müssen mit Mastroianni ins Bett gehen!" Ich: "Federico, das ist das Ende. Ich reise ab. Es ist heiß in Rom, es ist entsetzlich." Als ich gerade mit meinem Mann in das Taxi zum Flughafen steigen wollte, kam Fellini mit einem riesengroßen Hut auf dem Kopf, ging vor mir auf die Knie und sagte: "Luisa, Luisa, Sie dürfen mich nicht verlassen." Wir sind trotzdem nach England zurück.

Glauben Sie an Schicksal? Daran, dass alles richtig ist, wie es passiert?

Ich weiß es nicht, wirklich nicht.

Auf dem Gelände des MGM-Studios haben Sie ein Haus mit Greta Garbo, Joan Crawford und Norma Shearer geteilt. Waren das Freundinnen?

So kann ich es nicht nennen. Sie waren älter und viel erfahrener als ich. Aber sie waren sehr lieb. Shearer hat mir wertvoll bestickte Untersetzer geschenkt, die ich noch heute habe. Joan Crawford, ich mochte sie sehr, eine traurige Figur. Und Garbo. Sie war sehr schön, ich habe sie gerne angesehen.

Ein glücklicher Mensch scheint sie nicht gewesen zu sein. "Das Leben wäre so schön, wenn wir nur wüssten, was wir damit anstellen sollten," sagte sie.

Ein Freund von mir, Erich Maria Remarque, der Autor von "Im Westen nichts Neues", war eng mit Garbo befreundet. Er meinte, das Großartige an ihr sei, dass sie nie etwas will. Sie will nichts. Das ist sicher kein schlechter Ansatz, um glücklich zu werden.

In späteren Jahren hat sie sich völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Sie wurde verfolgt für ihre Schönheit und ihren Ruhm. Die Leute haben schlecht über sie geredet. In New York hat sie ganz in der Nähe von uns gewohnt. Die Leute sagten, sie sei geizig. Sie würde in Geschäfte gehen, alles in die Hand nehmen und dann doch nie etwas kaufen. Wenn ein Mensch so behandelt wird, ist es doch nur natürlich, wenn er sich zurückzieht.

Marlene Dietrich hat im Alter ihre Wohnung überhaupt nicht mehr verlassen.

Ach Marlene. Sie war das genaue Gegenteil von Garbo. Sie musste immer und überall im Mittelpunkt stehen. Ich erinnere mich an eine Gesellschaft, bei der wir beide waren. Sie hatte sich Goldstaub in die Haare getan und darauf bestanden, einen Platz direkt unter der Lampe zu bekommen. Den ganzen Abend lang saß sie dort, sie hat geglänzt wie pures Gold. So war Dietrich. Natürlich war sie großartig.

Worauf ich eigentlich hinauswollte, ist die Angst vieler Schauspielerinnern vor dem Altern.

Alter ist nichts Unschönes. Man hat viel in sich aufgenommen, man wird ganz reich. Das Altern im Gesicht, das ist eine andere Sache ... Ich hatte das Gottesglück, anständig auszusehen. Es wäre einfacher, hässlich gewesen zu sein. Vor ein paar Tagen hat mich eine Dame besucht, die mich seit vielen Jahren kennt. Sie sagte: "Luise, Du hast so viele Falten im Gesicht, Du solltest wirklich besser auf Dich Acht geben." Ich sagte: "Ich habe das Recht, viele Falten zu haben. Mein Mann hat jede einzelne Falte in meinem Gesicht geliebt." Meine Freundin sagte: "Aber Dein Mann ist jetzt tot. Warum lässt Du Dich nicht liften?" Ich sagte: "Was? Ich? Ein Facelift?" Für nichts auf der Welt würde ich mein Gesicht liften lassen, es würde alles verändern.

Sie sind eine wunderschöne Frau.

Wie lieb von Ihnen, das rettet mir den Tag! Meine Freundin hat sich liften lassen. Sie war schön, aber es hat ihr Gesicht vollkommen verändert. Meiner Meinung nach nicht zum Positiven, was sie aber zum Glück nicht weiß. Ich war wirklich entsetzt.

Auch auf der Leinwand sind kaum noch alte Gesichter zu sehen.

Ja. Mit Anfang 20 habe ich alte Frauen gespielt. Aber wenn man alt ist, darf man keine jungen Frauen mehr spielen. Dabei ist Illusion doch viel mehr als Wirklichkeit. Vor zwei Jahren habe ich zum ersten Mal seit langem wieder einen Film gemacht: "The Gambler", er ist in Deutschland nicht gezeigt worden. Ich habe die Mutter von Dostojewski gespielt, eine Großmutter-Rolle. Es war ein guter Erfolg für mich, aber seitdem werden mir nur Drehbücher zugeschickt, in denen es Rollen für Frauen über 75 gibt. Ich möchte nicht alte Frauen spielen - ich möchte Menschen spielen.

Gehen Sie noch gerne ins Kino?

Man macht auch heute sehr gute Filme. "American Beauty" zum Beispiel. Oder "Erin Brockovich". Und diese Frau, Julia Roberts, ich finde sie großartig. Leider haben Stars heute oft nur ein kurzes Leben. Schade. Zu meiner Zeit wurden die Stars gehegt wie Pferde in einem Rennstall.

Ihr Leben als Film, was für ein Film wäre das?

Ein Drama.

Sie sagen das lachend. Gibt es ein Happy End?

Ja: Reisen. Es gibt noch so viel zu sehen. Ich war noch nicht im Himalaya und in Brasilien, und ich will auch die Anden sehen. Und es gibt da ein Buch, das ich gerne verfilmen möchte. Es ist eine Riesengeschichte, deshalb wird es wahrscheinlich nicht gemacht. Aber wenigstens kann ich davon träumen.

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