Kultur : Mahnmal: Ullman verteidigt sein Werk

Der Künstler Micha Ullman hat nach einem Gespräch mit der Berliner Bauverwaltung erneut bekräftigt, dass er eine Tiefgarage in unmittelbarer Nähe seines Mahnmals in Erinnerung an die Bücherverbrennung vom Mai 1933 ablehnt. "Ich habe meine Arbeit verteidigt", sagte er in der Berliner Akademie der Künste. "Es gibt auch eine Verantwortung, Nein zu sagen." Er brauche Stille für sein Mahnmal, einen in die Erde eingelassenen leeren Bibliotheksraum, der mit einer Glasplatte bedeckt und auf dem Bebelplatz, dem historischen Ort der Bücherverbrennung, gelegen ist (siehe Tagesspiegel vom 10. 5.). Ullman hat keine Probleme damit, in Tel Aviv ein Denkmal in ein Parkhaus zu integrieren: "Aber nicht hier."

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