Malerei : Falsche Rembrandts in Schwerin

Von Donnerstag an sind im Staatlichen Museum in Schwerin zahlreiche frühere Rembrandt- Zuschreibungen zu bewundern.

Schwerin - Eine Ausstellung mit irrtümlich einst Rembrandt zugeschriebenen Bildern wird am 14. Dezember im Staatlichen Museum Schwerin eröffnet. Die 13 Werke stammen aus der Sammlung der Herzöge von Mecklenburg, teilte Museumssprecherin Heidemarie Otto am Dienstag mit. Im 18. Jahrhundert habe man geglaubt, mit 13 Werken den niederländischen Meister Rembrandt van Rijn (1606-1669) gut vertreten zu haben, sagte sie. Heute trage nur noch eines seinen Namen, das "Bildnis eines alten Mannes". Zu den Gemälden, die keine Rembrandts sind, gehört die "Torwache" von Carel Fabritius; außerdem Bilder, die als Arbeiten von Ferdinand Bol oder Salomon Koninck erkannt wurden.

Die Ausstellung "Rembrandts Ruhm - Vom Wandel der Zuschreibungen" soll nach Museumsangaben dazu beitragen, das Rembrandt-Bild der Vergangenheit wieder herzustellen. Es habe bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gedauert, bis der Mythos von Rembrandt als verkanntem Genie demontiert wurde. Rembrandt sei einer der gefragtesten Maler seiner Zeit gewesen, der die kulturelle und politische Elite Amsterdams bediente. Seine Werke seien nie in Misskredit geraten, sein Name nie, wie lange behauptet, in Vergessenheit. (tso/dpa)

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