Kultur : Manga-Mania

Schöne, unverdorbene Kinder die, meist unterstützt von gutgesinnten Fabelwesen, in einer bösen und technisierten Zukunftswelt ihr Dasein fristen - das ist der Stoff, aus dem Manga-Animations-Filme gestrickt sind.Außerdem gibt es in diesen Streifen immer irgendwelche Fieslinge - etwa den Präsidenten eines multinationalen Konzerns oder gleich den Teufel selbst -, hymnenhafte Musik und - oha! - Sex.In Japan sind Mangas längst zu einem beherrschenden Teil der Kulturindustrie geworden.Kürzlich mußten dort sogar die Kinder nach einer Überdosis Manga-TV-Konsum gleich reihenweise mit Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.Daß sich das Manga-Fieber in Deutschland aber noch nicht ausbreiten konnte, lag bislang schlicht am mangelnden Angebot.Dem schaffen die Berliner Kinos Eiszeit und Central nun Abhilfe: "Animania II" heißt das zweite Festival für Freunde der aggressiven Bilderflut.Vom 21.bis zum 27.Mai werden im Eiszeit täglich drei, im Zentral zwei Mangas gezeigt.Darunter befinden sich so begehrte Exemplare wie die ungekürzte Version von "Wicked City" (Eiszeitkino, 21.Mai, 20 Uhr) oder die japanische Originalfassung von "The Devil Man" (Central, 21.Mai, 22 Uhr 30).Makabres Kuriosum: Am 21.Mai zeigt das Eiszeitkino (O Uhr) ein Video der AUM-Sekte, die mit ihrem Giftgasanschlag auf die U-Bahn von Tokio für unrühmliche Schlagzeilen sorgte. tor

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