Kultur : Marienkirchen-Fenster haben 430 Löcher

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Erstmals haben internationale Experten die Schäden der nach Frankfurt (Oder) zurückgekehrten Fenster der Marienkirche begutachtet. An den mittelalterlichen Fenstern fehlten an etwa 430 Stellen Stücke der Glasmalerei, berichtete das RestauratorenTeam am Freitag. Die so genannten „Fehlstellen“ seien zwischen einem und zwanzig Zentimetern groß. Die drei wertvollen Fenster des Hauptchors wiesen zum Teil ungewöhnliche Schäden auf. Zum Glück sei jedoch nichts übermalt, sagte Restauratorin Gerlinde Möhrle. Belgische Spezialisten sowie Experten vom Kölner Dom und der Kathedrale im englischen Canterbury hatten in einem zweitägigen Workshop alle Schäden an den um 1360 entstandenen Fenstern untersucht, um über die Art der Restaurierung zu beraten. Ein Konzept dafür soll bis zum Spätsommer erstellt werden. Frühestens dann ist laut Möhrle klar, bis wann die Fenster wieder hergerichtet werden können. Die 1945 als Beutekunst in die Sowjetunion abtransportierten Fenster waren im vergangenen Jahr nach langen Verhandlungen an die Oder zurückgekehrt. Die Gesamtkosten für die Restaurierung werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. dpa

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