Kultur : Matisse, Miro, Max Ernst: Die 37. Art Cologne lockt mit Kunst von musealem Rang

Magdalena Kröner

Mit 250 Galerien aus 22 Ländern eröffnet heute die 37. internationale Kunstmesse „Art Cologne“. 148 deutschen Galerien stehen dabei je 12 Galerien aus den USA, den Niederlanden und der Schweiz gegenüber. In diesem Jahr hatten sich 364 Galerien um die Teilnahme an der „Art Cologne“ beworben. Eine Fachjury hat zudem 19 Künstler ausgewählt, die sich in kostenfreien Förderkojen präsentieren dürfen. Bis zum Sonntag werden auf der wichtigsten deutschen Kunstmesse rund 70000 Besucher erwartet.

Im Zentrum des diesjährigen Angebotes steht Zeitgenössisches, aber auch die klassische Moderne, die mit Exponaten von musealem Rang vertreten ist. Teuerstes Stück auf den hochrangig besetzten Ständen dürfte das Gemälde „Anemones au Miroir Noir“ von Henri Matisse aus dem Jahr 1918/19 sein, das bei Annely Juda (London) für 4,25 Millionen Euro angeboten wird. Joan Miros Bronzeskulptur „Personnage“ (1,6 Millionen Euro), ein „Mädchen mit Zopf“ (1911) von Alexej von Jawlenski (2,9 Millionen Dollar), ein früher, magischer Max Ernst von 1923 oder eine Wandinstallation des Popkünstlers Tom Wesselmann („Great American Nude“/1963) gehören ebenfalls zu den Spitzenwerken. Das größte Kunstwerk stammt von Anselm Kiefer: „Die klugen Jungfrauen“ bei Michael Schultz (Berlin) misst 4,21 mal 3, 71 Meter. Auffällig im Bereich der zeitgenössischen Kunst ist der sich weiter verstärkende Trend zu Malerei, Zeichnung und Installation, der die Fotografie deutlich in den Hintergrund drängt.

Parallel zur „Art Cologne“ findet zum ersten Mal die Kunstfilmbiennale Köln statt. Bis zum 2. November werden Künstlerfilme aus der ganzen Welt vorgeführt. Interessant werden könnte in diesem Jahr auch ein Besuch der „Art Fair“ in der Kölner Konzerthalle „Palladium“. Angelehnt an die „Affordable Art Fairs“ in London oder New York zeigen 50 internationale Galerien ab 30. 10. Kunst unter 5000 Euro.

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