Matthew E. White & Flo Morrissey, The xx, Run The Jewels : Die Pop-Alben der Woche

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker*innen ab 21 Uhr in der Radio-eins-Sendung "Soundcheck" ihre CDs der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Matthew E. White & Flo Morrissey, Run The Jewels, The xx und Klez.e.

Matthew E. White und Flo Morrissey.
Matthew E. White und Flo Morrissey.Foto: Caroline

Matthew E. White & Flo Morrissey: Gentlewoman, Ruby Man (Caroline)

So etwas macht man eigentlich nicht mehr: eine Duo- Platte, ohne Businessplan, nur so, um der Musik und der guten Laune willen. Sie nehmen sich einige sehr und wenig bekannte Lieder vor, um sie neu zu interpretieren. Es ist dem jugendlichen Charme Flo Morrisseys und dem coolen Soundfetischismus Matthew E. Whites zu verdanken, dass daraus ein tolles Album entstanden ist. Andreas Müller, Moderator

Run The Jewels: Run The Jewels 3 (Cooking Vinyl)

Wieder eine Spitzen-Bescherung, Run The Jewels’ drittes Album. Nach einem Jahr, in dem andere Rapper Akustik-Gitarren, Tambourine oder die Klapsmühle benutzten, bleiben Run The Jewels klassisch: Bomben- Beats und Killer-Reime. Aber das Überzeugendste: ihre herzerwärmende Harmlosigkeit im echten Leben. Das ist wahre Größe. Vivian Perković, Musikkritikerin

The xx: I See You (Young Turks)

2009 machte das Debüt das Trios aus Wandworth bei London alle glücklich. Der minimalistische Dream-Pop verband die Ästhetik des britischen Post-Punk mit modernem R&B. Mit dem zweiten Album „Coexist“ scheiterte die Band, nun hat Bandmitglied und Superproduzent Jamie XX die Kontrolle übernommen und den Sound bunter und kontrastreicher gemacht. Die beste Everything-But-The-Girl-Platte seit dem Ende von Everything But The Girl. Maik Brüggemeier, Rolling Stone

Klez.e: Desintegration (Staatsakt/Caroline)

Ein Album namens „Disintegration“ gibt es schon. Es stammt von The Cure und kam 1989 heraus. Die vierte Platte der 2002 gegründeten Berliner Band klingt ähnlich tiefschwarz, süßsauer, todtraurig. „Mein Herz hat schon genug Löcher“, klagt Sänger Tobias Siebert, „Früher im Osten wollte ich im Wedding sein“ oder nur: „An-ti-de-pres-siva“. Dazu wabern Gitarren und Synthies. Perfekte Musik zur Frühjahrsdepression. Christian Schröder, Tagesspiegel

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