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Maxim Biller: Noch kehrt er Deutschland nicht den Rücken

Der Schriftsteller Maxim Biller wird Deutschland doch noch nicht gleich den Rücken kehren und nach Israel auswandern. Der Gedanke sei eine Sehnsucht, ein Aufschrei, eine Möglichkeit.

Berlin - Es könne sein, dass er in fünf Jahren dort tatsächlich lebe, sagte Biller der "Welt". Auch sei möglich, dass er zwischen Israel und Deutschland pendele. "Kann aber auch sein, dass ich in fünf Jahren weiter hier in Berlin-Mitte sitze und weiter mit der Gesellschaft, in der ich lebe, und deren Sprache ich spreche, ringe, auf die eine oder andere Art", sagte er.

Biller hatte für die Jubiläumsausgabe der Zeitschrift "Tempo" eine Kolumne verfasst, in der er 2006 als "schwarzes Jahr" bezeichnete. Er kritisierte unter anderem, dass die Deutschen mit der Fußballweltmeisterschaft ihre Bescheidenheit verloren hätten. "Und wegen dieser Rüpelhaftigkeit, dieser Arroganz, dieser Selbstgewissheit, die leider auch noch meistens einhergeht mit Stillosigkeit, mit schlechtem Geschmack, mit der Angst vor dem Individualismus, habe ich beschlossen, in diesem Sommer zu sagen: Jetzt ist Schluss mit euch, ich geh lieber dahin, wo Katjuschas fliegen und Busse explodieren, und da fühl ich mich viel besser", sagte Biller der Zeitung. (tso/ddp)

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