Kultur : Maxim Billers Roman „Esra“ bleibt verboten

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Der stark autobiografisch gefärbte Liebesroman „Esra“ des Schriftstellers Maxim Biller darf auch in einer entschärften Fassung nicht erscheinen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) München gestern in zweiter Instanz entschieden. Der Roman verletze die Persönlichkeitsrechte von Billers ExFreundin und deren Mutter. Beide Frauen seien in den Romanfiguren auch in der geänderten Fassung des Buches erkennbar, befand der 18. OLG-Zivilsenat und bestätigte damit ein Urteil des Landgerichts München I vom Oktober 2003. Das OLG-Urteil kann beim Bundesgerichtshof angefochten werden. Der Senat betonte, dass der Roman mit dem vorliegenden Urteil aber nicht „unrettbar verloren“ sei. Der Autor könne dem Buch noch eine ganz andere Fassung geben. Insofern sei das Verbot nicht unverhältnismäßig. dpa

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