Kultur : Mazedonien: Streit um deutschen Einsatz

Der Bundestag wird sich über eine Beteiligung der Bundeswehr an einem Mazedonien-Einsatz der Nato womöglich in einer Sondersitzung in der Sommerpause entscheiden müssen. Das teilte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye mit.

Die Union lehnt eine deutsche Beteiligung an einem solchen Einsatz strikt ab. "Niemand glaubt doch, die Nato könne dort mit einem 30-Tage-Einsatz friedensmäßig Waffen einsammeln und sich dann einfach zurückziehen", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Volker Rühe dem Tagesspiegel. "Wir müssen Nein sagen", sagte Rühe. "Die Bundeswehr ist gar nicht in der Lage, über längere Zeit einen weiteren Auslandseinsatz durchzuführen." Er kritisierte die Mazedonien-Politik der EU. Unterdessen warnte das Auswärtige Amt am Mittwoch vor Reisen nach Mazedonien.

Die Albaner-Rebellen der "Nationalen Befreiungsarmee" UCK kündigten am Mittwoch neue Angriffe auf die mazedonischen Sicherheitskräfte an. Ihre vor zwei Wochen erklärte einseitige Waffenruhe lief um Mitternacht ab. Jetzt droht Mazedonien eine neue Welle der Gewalt. Aus dem Norden des Landes wurden Zusammenstöße gemeldet. Die EU forderte die Regierung in Skopje auf, mit den Rebellen Gespräche zu führen.

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