Kultur : Mehringhof Theater: Kabarett: Gerhards Sprache

Norbert Tefelski

Schauspielerkabarett? Aber hallo! Die drei vom Kom(m)ödchen sind hervorragende Mimen und bleiben trotzdem auf dem harten Brettl-Boden. Ein solides Fundament, um mit der Kleinkunstklatsche auch mal nach wichtigtuerischen Kollegen zu hauen. Diese, selbstironisch Nicole Ankenbrand, Volker Diefes und Christian Ehring genannt, sitzen gefesselt in der Garderobe, während drei halbherzig wild gewordene Kleinbürger ihren Alltagsfrust mit der Besetzung des Mehringhof Theaters zu kompensieren suchen. Ihr Ziel: ein Gespräch mit Gerhard Schröder. Biografische Impressionen der kleinkarierten Amateur-Amokläufer bieten immer wieder Gelegenheit zu kurzen, fein ziselierten Rollenwechseln - einschließlich eines utopischen Rückblicks auf sechzehn Schrödersche Regierungsjahre, durchgezogen unter dem Motto "Was morgen Zukunft ist, ist heute schon Vergangenheit." Die vergangene Zukunft des legendären Düsseldorfer Kabarett-Theaters aber ist mit "Amok", der zweiten Produktion des neuen Teams, wieder Gegenwart (bis 9.9., 20 Uhr 30).

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben