Mein KUNSTSTÜCK : Die Queen in Fehlfarben

Jens Hinrichsen lässt sich eine Briefmarkensammlung zeigen

Jens Hinrichsen

Briefmarken sind die kleinsten Gebrauchskunstwerke der Welt. Als Mutter aller Marken gilt die britische „One Penny Black“. Der Pädagoge Rowland Hill hatte Die Erfindung der Briefmarke vor etwa 170 Jahren initiiert und das Museum für Kommunikation erinnert nun mit einer Kabinettausstellung daran. Im Jahr 1837 wurde in England ein öffentlicher Wettbewerb veranstaltet, zu dem über 2600 verschiedene Briefmarkenentwürfe eingereicht wurden. Das Profil von Queen Victoria auf schwarzem Grund bekam den Zuschlag. In der Ausstellung sind davon auch Fehlfarbenversionen und Probedrucke mit ausgelassener Königin zu betrachten. Das Gros der Exponate stammt aus der lange verschollenen Kollektion von Frederick A. Philbrick (1835-1910): Schöne Schätze aus Papier. Doch, beim Heiligen Bürokratius! Die eintönige Präsentation, Stellwände mit Passepartouts in Fernsprechapparatefarben – all das hat das Pionierpostwertzeichen nicht verdient. „Willst Du meine Briefmarkensammlung sehen?“ Die Antwort ist zwar ein freudiges „Ja“, doch das Ambiente törnt ziemlich ab.

Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16, bis So 1.7., Di-Fr 9-17 Uhr, Sa/So 11-19 Uhr, 3 €, erm. 1,50 €

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