Kultur : Mein Leben als FILM

Pure

Eine Frau kämpft um ihren Traum, das wäre wohl die Geschichte, die der Film meines Lebens erzählt. Authentizität, das ist mir wichtig. Deswegen würde ich den Film „Pur“ nennen. Wobei, lieber nach der englischen Schreibweise, „Pure“. Nicht, dass immer alle gleich an die deutsche Band denken. Ein Alternativtitel könnte allerdings auch „Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt“ sein, wie das Leben nun mal so ist. Ich habe viel gekämpft, aber auch immer viel Spaß gehabt. In Rostock, wo ich herkomme, bin ich als Jugendliche nacheinander von drei Gymnasien geflogen, bis ich mit 17 nach Berlin zog und endlich machen konnte, was ich immer tun wollte: Schauspiel. In meinen Film geht es um Freiheit, darum, das sagen und tun zu können, was man will. In einer Einstellung würde ich deshalb auch unbedingt am Meer stehen. Egal an welchem Strand dieser Welt, Hauptsache Wasser und Weite sind vor mir. Ich würde laut rufen und die Elemente spüren. Beziehungsweise: die Person, die mich spielen würde. Wer das sein könnte? Da habe ich ein paar Ideen, auch wenn sie alle älter sind als ich: Julia Roberts, Penélope Cruz oder Monica Bellucci. Mit denen kann ich mich identifizieren, es sind stolze Frauen. Wahrscheinlich würde ich gerne selbst Regie führen, es sei denn, ich wäre zu verklebt mit der Geschichte. Wenn Leute gleichzeitig Regisseur und Hauptdarsteller sind, dann finde ich das auch immer schwierig. Ansonsten hätte ich gerne Robert De Niro als Regisseur. Ich liebe ihn einfach. Er arbeitet sehr hingebungsvoll.

Aufgezeichnet von Katja Reimann

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben