Kultur : Mel Gibsons Jesus-Film gerät unter Beschuss

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Der Film „The Passion“ von „Braveheart“Darsteller Mel Gibson hat sieben Monate vor seinem Start in den amerikanischen Kinos Antisemitismus-Vorwürfe ausgelöst. Gibson führte bei dem Film Regie, spielt aber selbst nicht mit. „The Passion“ zeigt in drastischen Bildern die Leidensgeschichte Jesu kurz vor der Kreuzigung. Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen werfen dem einer traditionalistischen Sekte angehörigen Gibson vor, die Szenen stellten die Juden pauschal als Mörder von Jesus hin. Darstellungen wie diese hätten bis in die Moderne hinein judenfeindliche Ausschreitungen provoziert, befand die christliche Theologin Paula Fredriksen in der amerikanischen Zeitschrift „The New Republic“. Den Christus-Film hat Mel Gibson aus seiner Privatkasse mit 25 Millionen Dollar bezuschusst. Er beansprucht für den Film, der komplett in aramäischer und lateinischer Sprache gedreht ist, ein Höchstmaß an geschichtlicher Authentizität. Auf die Frage, ob der Film Juden verärgern könnte, sagte Gibson: „Er könnte. Er soll es nicht. Er soll einfach die Wahrheit erzählen.“ Fredriksen hegt jedoch Zweifel: Die Hohepriester hätten damals keineswegs auf lateinisch mit Pontius Pilatus gesprochen. Vielmehr verhandelten sie wohl im „Englisch der Antike“: dem Griechischen. skra

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