Mendelssohn-Preis : Helmut Schmidt für gesellschaftliches Engagement geehrt

Schöpferische Vielfalt, aufgeschlossenes Denken und kosmopolitisches Handeln: Mit diesen Attributen wurde Helmut Schmidt durch die Verleihung des Mendelssohn-Preises in Leipzig geehrt. Schmidt musste jedoch absagen - seine Frau leidet an einer schweren Erkrankung.

LeipzigAltbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD), Schauspieler Armin Mueller-Stahl und der Leipziger Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly sind am Montagabend in Leipzig mit dem Mendelssohn-Preis geehrt worden. Der Preis wird an Personen verliehen, die sich im Sinne Mendelssohns besonders um schöpferische Vielfalt, aufgeschlossenes Denken und kosmopolitisches Handeln verdient gemacht haben.

Die Auszeichnung wurde am Abend bei einem Galakonzert im Gewandhaus von der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung zum dritten Mal vergeben - diesmal am Vorabend des 200-jährigen Geburtstages des berühmten Komponisten. Schmidt, der wegen einer schweren Erkrankung seiner Frau die Teilnahme an der Gala kurzfristig absagen musste, bekam sie in der Kategorie Gesellschaftliches Engagement; Mueller-Stahl in der Kategorie Bildende Kunst und Chailly in der Kategorie Musik.

Erster Preisträger war 2007 der frühere Gewandhaus-Kapellmeister Kurt Masur. Die drei Kategorien Musik, Bildende Kunst und gesellschaftliches Engagement, in denen die Auszeichnung vergeben werden kann, sollen an Mendelssohns schöpferische Vielfalt, seine unterschiedlichen Talente und sein Wirken auch für gesellschaftlichen Fortschritt erinnern. Mendelssohns war ebenfalls in Leipzig Gewandhaus-Kapellmeister. (saw/ddp)

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