Kultur : Metropol-Theater: Hamburger Investor kauft Berlins Traditionshaus

Das Metropol-Theater hat einen Käufer. Nachdem der Berliner Senat lange vergeblich nach einem geeigneten Investor für das seit 1997 brachliegende Haus gesucht hatte, ist die Finanzverwaltung nun in Verkaufsgesprächen mit der Hamburger Theater- und Eventcompany Stageholding, die vor allem für Musical und opulente Shows wie "Holiday on Ice" oder "Titanic" steht. Somit ist abzusehen, dass das Traditionshaus in der Friedrichstraße nicht als Spielstätte für Operetten wiederbelebt wird.

Die Kaufabsicht wurde gestern auf Anfrage des Tagesspiegels von beiden Seiten bestätigt. Um die konkreten Konditionen werde allerdings noch gerungen, sagte Maik Klokow von der Stageholding. Wichtigste Hürde sei hierbei die Beschlussvorlage, die vor der Vertragsunterzeichnung noch durch den Senat gehen muss. Die Vorlage ist entscheidend für die künftige Nutzung des Theaters, zumal der ursprüngliche Senatsauftrag vorsieht, dass dort - wie bis zu dem Aus vor vier Jahren - wieder vornehmlich Operette gespielt wird. Wie aus der Pressestelle von Kultursenator Christoph Stölzl zu vernehmen war, ist aber davon auszugehen, dass der Senat inzwischen auch bereit wäre, das Metropol-Theater an einen Investor zu verkaufen, der generell eine künstlerische Nutzung garantiert, ohne sich dabei auf ein Genre festzulegen. Ein Sprecher der an den Gesprächen beteiligten Finanzverwaltung sagte dazu: "Es soll dort weiter Kultur gemacht werden."

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