Kultur : Militär-Airbus: Ein dicker Brocken für Europa

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Der Konzern: Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist das größte europäische Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen. Es ist im Juli 2000 mit dem Börsengang hervorgegangen aus der Fusion der Münchner DaimlerChrysler Aerospace (Dasa), der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Construcciones Aeronautics (Casa). EADS besitzt 80 Prozent von Airbus, 20 Prozent besitzt die britische Bae Systems. Airbus entwickelt mit der A 400 M das erste Militärflugzeug, mit dem die Europäer der USA Konkurrenz machen wollen.

Das Projekt A 400 M: Das M dieses Airbus steht für "Militärische Version". Die Maschine soll die C-160 Transall und die amerikanische C-130 Herkules ersetzen, die beide als veraltet gelten. Das habe, sagen Experten, zum Beispiel der Kosovo-Krieg gezeigt. Die A 400 M ist ein europäisches Projekt, hinter dem bisher neun europäische Länder standen. Italien hat sich nun aus dem geplanten Bau zurückgezogen, wodurch das Projekt nach Angaben von Branchenkreisen aber nicht gefährdet sei. Durch den Rückzug der Italiener fallen 16 Maschinen von ursprünglich geplanten 212 im Wert von rund 1,45 Milliarden Euro weg. Insgesamt rechnet die EADS mit einem Auftragswert von rund 18 Milliarden Euro. Der Beschaffungspreis soll pro Stück bei rund 88 Millionen Euro liegen.

Die Herstellung: Europaweit werden rund 40 000 Menschen an der Produktion arbeiten, davon 11 000 in Deutschland. Die Deutschen werden die Mittel-Rumpfsektion, das Seitenleitwerk und die oberen Flügelbeplankungen beisteuern. Die erste A 400 M fliegt jedoch nicht vor 2004, die erste Lieferung soll Ende 2006 erfolgen.

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