Militärhistorisches Museum : Libeskind kommt nach Dresden

Der US-Stararchitekt Libeskind wird im Frühherbst mit Verteidigungsminister Jung nach Dresden kommen, um sich über den Stand der Arbeiten am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr zu informieren.

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Baumaterialien vor dem Gebäude des Militärhistorischen Museums in Dresden.Foto: ddp

Der US-Stararchitekt Daniel Libeskind wird im Frühherbst gemeinsam mit Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) nach Dresden kommen. Beide wollen sich über den Stand der Sanierung und Erweiterung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr informieren, wie dessen Leiter, Oberstleutnant Ferdinand Freiherr von Richthofen, in Dresden ankündigte.

Das Museum befindet sich seit 2004 im Umbau, der Ende 2009 abgeschlossen sein soll. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist für Ende 2010 geplant. Die Sanierungs- und Neubaukosten für den Gebäudekomplex samt Außenanlagen wurden mit 48 Millionen Euro veranschlagt.

Neuer futuristischer Keilbau

Die Arbeiten am Rohbau der Einrichtung sind den Angaben zufolge inzwischen bis zum ersten Obergeschoss fortgeschritten. Nach Entwürfen von Libeskind wird es einen neuen futuristischen Keilbau geben, der das historische Gebäude durchdringt.

Der wissenschaftliche Leiter der Museumskonzeption, Gorch Pieken, kündigte an, dass das Haus bei Fertigstellung einen "unverwechselbaren Charakter" haben werde. Die Besucher würden es als "vielfältig und offen" erleben. Mit thematischen Querschnitten im Neubau und einem chronologischen Rundgang im dann sanierten Altbau würden ihnen gleich zwei Zugänge zur deutschen Militärgeschichte angeboten. Die künftige Dauerausstellung werde den Mensch in den Mittelpunkt stellen und "keine patriotische Heilsgeschichte oder eine militärische Leistungsschau" sein, betonte Pieken. (mit ddp)

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