Kultur : Mit dem Blick des Revolutionärs: Che als Fotograf

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Den staunenden Fotografen eines Magazins, der sich über die KameraKenntnisse Ernesto Che Guevaras (1928–1967) wunderte, beschied der legendäre Revolutionär einst knapp: „Bevor ich Comandante wurde, war ich Fotograf.“ Diese bislang wenig bekannte Seite des Freiheitskämpfers dokumentiert von diesem Freitag an eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Der fotografische Nachlass Che Guevaras wird in Deutschland nur in Hamburg zu sehen sein und geht anschließend nach Rom und Graz. Bis zum 30. März sind rund 160 Bilder zu sehen, die der gebürtige Argentinier und kubanische Revolutionär aufgenommen hat. Sie stammen aus dem Studienzentrum Che Guevara in Havanna.

Die Revolution allerdings findet auf den Fotografien des Freiheitskämpfers nicht statt. Ein Großteil der Bilder hat fast touristischen Charakter oder zeigt die zahlreichen Familienmitglieder. Aber wo auch immer Che sich aufhielt, die Kamera war stets dabei. Als Bildreporter war er für die mexikanische Nachrichtenagentur Agencia Latina unterwegs, als Straßenfotograf verdiente er sich ein Zubrot, und bei seinen Reisen in iberoamerikanische Länder hielt er die schlechten Lebensbedingungen der Bevölkerung mit der Kamera fest. dpa

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