Kultur : Monopoly im Musical-Markt

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Der niederländische Unterhaltungskonzern Stage Holding will vier Theater seines insolventen Konkurrenten Stella übernehmen. Für zwei Spielstätten in Stuttgart, die Neue Flora in Hamburg und das Musical-Theater am Potsdamer Platz legte das Unternehmen bindende Angebote vor, denen die Gläubiger noch zustimmen müssen. Zuvor hatte die Stage Holding bereits die kompletten Gesellschafteranteile am Operettenhaus Hamburg übernommen. Mit der Übernahme avanciert die Stage Holding zum führenden Musical-Anbieter in Deutschland. Die Mehrzahl der festangestellten Mitarbeiter soll weiter beschäftigt werden.

Nachdem am vergangenen Wochenende für die Stella-Shows „Mozart!“, „Der Glöckner von Notre Dame“ und „Cats“ der letzte Vorhang gefallen ist, gab Stage Holding Deutschland-Geschäftsführer Maik Klokow am Montag seine Pläne für die Zukunft bekannt. Danach sollen in den nächsten sieben Monaten 40 Millionen Euro investiert und bis Jahresende vier Premieren produziert werden. In Hamburg soll an der Neuen Flora „Titanic“ herauskommen, im Operettenhaus das Abba-Musical „Mamma Mia". In Stuttgart will die Stage Holding dem „Tanz der Vampire“ künftig das „Phantom der Oper“ an die Seite stellen, während am Berliner Potsdamer Platz „Cats“ für ein volles Haus sorgen soll. „Das Interesse des Publikums an qualitativ hochwertigen Produktionen in besonderen Theatern ist ungebrochen“, betonte Klokow. Er halte zehn große Musicalproduktionen in Deutschland für denkbar, die jährlich sechs Millionen Besucher erreichen könnten. Angestrebt sei ein Mix aus internationalen Shows wie „König der Löwen“ und nationalen Eigenproduktionen. Nach einer Konsolidierungsphase wolle man über weitere Expansionen nachdenken. UA

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