Moon Duo, Paul Weller, Mac DeMarco, Pond : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit Moon Duo, Paul Weller, Mac DeMarco und Pond.

Das psychedelische Rock-Paar Moon Duo
Das psychedelische Rock-Paar Moon DuoFoto: Sacred Bones Records

Moon Duo: Occult Architecture Vol. 2 (Sacred Bones)

Ripley Johnson und Sanae Yamada sind im Leben ein Paar und auf der Bühne das psychedelisch rockende Moon Duo. Ihre neue Platte sei das Yang zu Vol. 1, also die helle Seite, sagen sie. Die dunkle Seite dröhnte deutlich lauter. Und das Drama ist immer packender als jedes Lustspiel. Andreas Müller, Moderator

Paul Weller: A Kind Revolution (Parlophone)

Als Style-Gott unantastbar hatte sich Paul Weller musikalisch zuletzt in bratziger Belanglosigkeit verirrt. Mit seinem 25. Studioalbum gelingt ihm noch mal ein feines, kleines Wunderwerk. Voll jazziger Eleganz, blauäugigem Soul und melodischer Sophistication wie zu seligen Style-Council-Zeiten. Christian Seidl, Berliner Zeitung

Mac DeMarco: This Old Dog (Cargo)

Durch seine Zahnlücke sind schon viele spätpubertäre Geschichten gekommen. Nun hat der Kanadier mit Wohnsitz in L. A. seinen beiläufigen Sound mit viel Nachdenklichkeit versehen, mit akustischen Gitarren und verwehten Synthies. Lässig, entschleunigt, träge, tendenziell einschläfernd. Angenehm. Steen Lorenzen, radioeins

Pond: Weather (Marathon Artists)

Retropop ist manchmal ein Höllenritt, manchmal ein Schaumbad. Bei diesem Nebenzweig der australischen Eklektiker Tame Impala ist es beides: schrill und sedierend. Synthiegeblubber, Avantgardeknattern, Stimmen werden durch Effektgeräte gejagt. Mehr Gerry Rafferty als Todd Rundgren. Christian Schröder, Tagesspiegel

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