Kultur : Morgengabe für Berlins Arsenal-Kino: Geld vom Bund?

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Die Freunde der Deutschen Kinemathek im Berliner Filmhaus waren überrascht: „Der Bund hat jetzt ein Kino mehr“, meldete dpa am Dienstag. Gemeint war die geplante Übernahme der Stiftung Deutsche Kinemathek: Kulturstaatsministerin Christina Weiss hatte deshalb das Filmhaus mit Archiv und Museum der Kinemathek besucht. Das von den „Freunden“ dort betriebene ProgrammKino Arsenal gehört allerdings nicht zur Stiftung. Vielmehr handelt es sich um einen seit 40 Jahren eigenständigen und derzeit mit etwa 800000 Euro vom Land Berlin subventionierten Verein. Die Meldung von der ebenfalls geplanten BundesÜbernahme des Kinos und seiner Betreiber hat die „Freunde“ irritiert, denn verhandelt wurde darüber bisher nicht. Zwar äußert Ulrich Gregor gegenüber dem Tagesspiegel, man sei gerne bereit, in die Trägerschaft des Bundes zu wechseln: „Wir erhoffen uns davon mehr finanzielle Stabilität.“ Aber er betont, dass die ohnehin geringe Höhe des Budgets sowie die Unabhängigkeit der „Freunde“ gewährleistet bleiben muss. Weisungsempfänger eines wie immer organisierten Kinemathek-Komplexes wolle man nicht werden. Aus Christina Weiss’ Behörde heißt es, dass die bislang offenbar versäumten Gespräche in nächster Zeit geführt werden sollen. chp

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