Kultur : München hat kein Problem mit Dirigent Gergiev

Die Stadt München hält an dem umstrittenen russischen Dirigenten Valeri Gergiev als künftigem Chef der Münchner Philharmoniker fest. Kulturreferent Hans-Georg Küppers sagte am Mittwoch, er sehe nach Gergievs Klarstellungen „absolut keinen Grund, den Vertrag nicht einzuhalten“. Gergiev selbst versicherte in einem Brief an Küppers, sich an die Anti-Diskriminierungsrichtlinien der Stadt zu halten: „Ich unterstütze diese Haltung der Stadt München voll und ganz. In meinem ganzen Berufsleben als Künstler habe ich überall auf der Welt nach diesen Grundsätzen gehandelt und werde es auch in Zukunft tun. Alle anderen Unterstellungen treffen mich sehr.“ Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) erklärte im Stadtrat, er halte die „missverständlichen“ und „unglücklichen“ Äußerungen Gergievs gegen Homosexuelle im Wesentlichen für ausgeräumt. Die städtischen Antidiskriminierungsgrundsätze seien für alle Mitarbeiter verbindlich. Thomas Niederbühl, Stadtrat der schwul-lesbischen Wählerinitiative „Rosa Liste“, warnte davor, die Sache zu verharmlosen. In Gergievs Äußerungen auf einer Pressekonferenz am Dienstag spiegele sich genau jene Propaganda, die unter dem Vorwand des Kinderschutzes Hass auf Homosexuelle schüre. dpa

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