Kultur : Münchner Ärzte retten Leben von Ai Weiwei

Der international bekannteste chinesische Künstler Ai Weiwei ist in München wegen einer Gehirnblutung operiert worden. Sie war nach Schlägen von chinesische Sicherheitskräften aufgetreten. „Ich wäre beinahe gestorben“, sagte der 52-Jährige am Mittwoch. Der Eingriff erfolgte am Montagabend im Klinikum Großhadern. Der Künstler, der das Olympiastadion in Peking mitentworfen hat, ist ein Kritiker des kommunistischen Regimes. Seit dem Erdbeben in Sichuan versucht er herauszufinden, wie viele Kinder in den Schulen starben, die wegen Pfusch am Bau eingestürzt waren. Im August war Weiwei deshalb nach Chengdu gereist. Sicherheitsleute nahmen ihn vorläufig fest, schlug ihn gegen den Kopf, wie Weiwei berichtete. Er habe seitdem unter Schmerzen gelitten, die sich in Deutschland verstärkt hätten. Er könne sich die Behandlung leisten, aber tausende misshandelte Landsleute könnten es nicht, sagte Weiwei der „SZ“. Die Bilder von seinem Hospitalaufenthalt hat er unter twitpic.com/photos/aiww ins Internet gestellt. Am 11. Oktober wird Ai Weiwei eine Ausstellung im Münchner Haus der Kunst eröffnen, er will anschließend auf der Frankfurter Buchmesse auftreten. Tsp/dpa

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