Kultur : Münzkabinett ehrt den Mäzen James Simon

Helmut Caspar

Das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin sammelt nicht nur alte Medaillen, gelegentlich erhält es auch neue Arbeiten. Gestern erhielt Kabinettsdirektor Bernd Kluge drei Medaillen mit dem Bildnis des Berliner Mäzens James Simon (1851–1932) aus den Händen von Bernd Schultz, dem Mitinhaber des Auktionshauses Villa Grisebach. Geschaffen von Johannes Grützke, Wilfried Fitzenreiter und Claus Korch, ehren die Bronzegüsse einen jüdischen Kunstförderer, für den Reichtum eine Verpflichtung war. „Wir möchten, dass jeder deutsche Bildungsbürger wieder weiß, wer James Simon war. Er hat den Berliner Museen die Büste der Nofretete geschenkt und auch jene Ausgrabungen finanziert, die das Ischtartor und die Prozessionsstraße von Babylon ans Tageslicht brachten. Darüber hinaus hat Simon den Museen seiner Heimatstadt hochkarätige Gemälde und Skulpturen gestiftet“, betonte Schultz für den James-Simon-Kreis. Die von Grützke geschaffene Medaille wird künftig an Träger des James-Simon-Preises für herausragende Leistungen auf sozialem und kulturellem Gebiet vergeben.

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