• Mura Masa, Andreas Dorau, Faber, Bettina Köster: Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Mura Masa, Andreas Dorau, Faber, Bettina Köster : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Mura Masa, Andreas Dorau, Faber und Bettina Köster.

Von der britischen Kanalinsel Guernsey in die große weite Welt: Alex Crossan aka Mura Masa.
Von der britischen Kanalinsel Guernsey in die große weite Welt: Alex Crossan aka Mura Masa.Foto: Universal Music

Mura Masa: Mura Masa (Universal)

Mura Masa heißt eigentlich Alex Crossan und stammt von der Kanalinsel Guernsey. Dann zog er nach London – und explodierte. „Mura Masa“ ist nach einer Soundcloud-Karriere sein richtiges Debüt. Eine eklektische Dance-Internationale, bei der unter anderem Jamie Lidell und Damon Albarn mitwirken. Torsten Groß, Moderator

Andreas Dorau: Die Liebe und der Ärger mit den anderen (Staatsakt)

„Fred vom Jupiter“ war 1982 sein maßlos erfolgreiches Kinderlied, mit „Girls in Love“ hatte er zur Rave-Zeit 1997 einen Hit. Auch auf Andreas Doraus zehnten Album pendelt seine Musik zwischen diesen zwei Polen: zwischen Infantilität und Beat-Getriebenheit. Joachim Hentschel, Musikjournalist

Faber: Sei ein Faber im Wind (Universal)

Der Zürcher Liedermacher Faber, 23, säuft gern, vögelt gern, singt gern darüber. Weil da mal das Wort „Nutte“ fällt, fallen derzeit manche aus allen Wolken. Fabers Chanson-Akustikrock samt Weltmusik-Kapelle haut halt rein wie eine Ohrfeige. Ist aber auch, jawohl, nachdenklich und politisch. Ariana Zustra, Musikjournalistin

Bettina Köster: Kolonel Silvertop (Pale Music)

Sie hat sich als „Queen of Noise“ bezeichnet und gilt als Heldin des Elektropunk, die den Berliner Underground der 80er Jahre prägte. Heute beschwört die 58-Jährige mit rauem, dunklem Timbre eine Pathoskälte, die zwischen Chanson und Kunstlärm vermitteln will, aber doch nur demonstriert, wie eng und provinziell der Blick auf das ist, was einmal Avantgarde war. Starrsinnig. Kai Müller, Tagesspiegel

0 Kommentare

Neuester Kommentar