Museen : Geputzt und gewartet

In mehreren Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hat der Großputz begonnen. Rost an Ausstellungsstücken entsteht oft durch Besucher.

Dresden - Den Auftakt für die groß angelegte Säuberungsaktion bildeten die Rüstkammer sowie die Gemäldegalerie Alte Meister, in denen bis zum Wochenende sowohl Exponate und Vitrinen gereinigt sowie Klimaanlagen, Beleuchtung und Sicherheitstechnik gewartet werden. Während dieser Zeit seien die Ausstellungsräume für Besucher geschlossen, sagte eine Sprecherin der Kunstsammlungen. Allein in der Rüstkammer gebe es rund 1300 Ausstellungsstücke sowie mehr als 100 Vitrinen, die von Fachleuten gesäubert und auf Schadstellen untersucht werden, sagte der zuständige Restaurator Winfried Beckert.

Dabei würden die Exponate - wie etwa die wertvollen Prunkwaffen und Harnische aus Metall - auf Roststellen untersucht. Die Schäden an den kostbaren Objekten würden häufig von Besuchern verursacht, die die frei stehenden Schaustücke verbotenerweise anfassten. Dadurch könne Rost entstehen.

Auch die Gemäldegalerie Alte Meister, in der Werke wie die Sixtinische Madonna von Raffael, Veduten von Canaletto sowie Werke von Rembrandt, Rubens, Dürer und Cranach hängen, wird in dieser Woche hinter verschlossenen Türen geputzt und gewartet. In der nächsten Woche ist die Porzellansammlung samt der Ostasien-Galerie an der Reihe. Vom 22. bis 26. Januar bleibt das Neue Grüne Gewölbe und in der Woche darauf das 2006 wiedereröffnete Historische Grüne Gewölbe zur Reinigung geschlossen. (tso/ddp)

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